Klinik für HNO-Heilkunde

Die Klinik für HNO-Heil­kunde und Kopf- und Hals­chirurgie ist eine Fach­klinik des Evangelischen Kranken­hauses Düssel­dorf unter der Leitung von Prof. Dr. med. Ulrich Harréus.

Hilfsprojekte

HNO-Camp Myanmar - Die Chance auf ein normales Leben vergrößern

In Zusammenarbeit mit der deutschen Hilfsorganisation Medical Intervention Team e.V. engagiert sich unser HNO-Team um Chefarzt Prof. Dr. Uli Harréus für Kinder in Myanmar. In dem südostasiatischen Entwicklungsstaat sind Lippen-Kiefer-Gaumenspalten besonders bei Kindern sehr verbreitet. Aufgrund dieser Fehlbildung werden sie oft ausgegrenzt. Nicht selten sind sie massiv unterernährt und leiden unter Hörstörungen durch die Verklebung der Verbindung vom Rachen zum Ohr. Behandelt werden können die meisten Betroffenen bislang nicht, da ihnen einerseits die finanziellen Mittel fehlen und andererseits die medizinische Versorgung in den Klinken nicht annähernd ausreicht.

Gemeinsam mit einem interdisziplinären Team aus plastischen Chirurgen, Anästhesisten und HNO-Ärzten aus ganz Deutschland war unser HNO-Team im September 2019 bereits zum dritten Mal in Myanmar im Einsatz. Mehr als 300 Kinder konnten in 10 Tagen ambulant versorgt werden. Zudem konnten die HNO-Spezialisten mit Unterstützung der dortigen Ärzte und Pflegenden weitere 80 Kinder im Klosterkrankenhaus in Sagain Hills operieren. Prof. Dr. Uli Harréus: "Die Kinder litten unter schweren Hörstörungen und Fehlbildungen wie Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, manche waren auch an großen Halstumoren erkrankt. Durch unsere Operationen haben sie ein besseres Gehör und somit die Möglichkeit auf eine bessere Sprachentwicklung bekommen, die sie für ihre Ausbildung dringend brauchen. Vielen konnten wir ein neues Gesicht geben und damit die Chance, ein normales Leben zu führen. Wir sind glücklich, dass dieser Einsatz in Mandalay Dank der großzügigen Spenden der Kinderhilfe EVK Düsseldorf und des Medical Intervention Teams möglich geworden ist." Neben der Behandlung der Kinder standen wieder die Schulung des dortigen Klinikpersonals sowie die nachhaltige Förderung des medizinischen Personals auf dem Programm.