Klinik für Kardiologie

Das Team von Prof. Dr. Ernst G. Vester bietet sämtliche thera­peutische Maß­nahmen an den Herz­kranz­gefäßen sowie an Gefäße außerhalb des Herzens. Zudem behandeln die Experten Herz­rhythmus­störungen und imple­mentieren modernste Herz­schritt­macher und Defi­brillatoren.

Schwerpunkte

Herzbildgebung (CT, MRT, Nuklearmedizin)

Ein Schwerpunkt der Klinik für Kardiologie in Zusammenarbeit mit der Radiologischen Klinik (Link auf Klinik für Radiologie) ist die Herz-Schnittbildgebung. Auf diesem Gebiet verfügen wir über langjährige Erfahrungen. Die Diagnostik der koronaren Herzerkrankung umfasst die Darstellung der Herzkranzgefäße und Funktionsuntersuchungen des Herzmuskels. Wir können die Funktion von Herzklappen genau messen und Erkrankungen des Herzmuskels, Tumoren und Fehlbildungen diagnostizieren.

In unserer Abteilung kommen drei nicht-invasive Verfahren zur Anwendung: Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) und Nuklearmedizin.
Die Intrakardiale Echokardiographie ist ein invasives bildgebendes Verfahren, bei dem wir einen Herzkatheter verwenden

CT-Koronarangiographie

Mit unserem Philips Brilliance 64-Zeilen Computertomograph (CT) stellen wir die Herzkranzgefäße innerhalb von 10 Sekunden bewegungsfrei dar. Dabei injizieren wir das Kontrastmittel wird über einen kleinen Venenzugang in der Ellenbeuge. Häufig lässt sich mit dieser Untersuchungstechnik eine Herzkatheteruntersuchung vermeiden.

CT-Kalkscoring

Ohne Kontrastmittelgabe können wir mit der Computertomographie in wenigen Sekunden den Verkalkungsgrad der Herzkranzgefäße bestimmen. Aus dieser Untersuchung ermitteln wir den individuellen Risikofaktor für einen Herzinfarkt.

Kardiale Kernspintomographie (MRT)

Mit Kernspintomographie klären wir viele Herzerkrankungen ab. Der Vorteil: Sie werden keinen Röntgenstrahlen ausgesetzt und es wird kein Herzkatheter benötigt. Mit dieser Methode können wir die Herzstrukturen exakt darstellen und die Herzfunktion genau messen. So können wir die Durchblutung des Herzmuskels in Ruhe und unter Belastung darstellen sowie Narben (z.B. nach einem Herzinfarkt) sichtbar machen.

Die Untersuchung dauert ca. 30-45 Minuten. Wenn Sie sich in der etwas engen Untersuchungsumgebung unwohl fühlen, können wir Ihnen eine Beruhigungsspitze verabreichen. Aufgrund des starken Magnetfeldes können wir Träger eines Herzschrittmachers in der Regel nicht am Herzen untersuchen. In Einzelfällen ist es jedoch auch bei Herzschrittmacherträgern möglich, eine dringliche MRT, z.B. des Schädels, stationär durchzuführen. In solchen Fällen arbeiten wir eng mit der Klinik für Kardiologie zusammen.

Myokardszintigraphie (Nuklearmedizin)

Durch die Gabe einer schwach radioaktiven Substanz, die sich am Herzmuskel anlagert, ermitteln wir die Durchblutung der verschiedenen Herzmuskelabschnitte in Ruhebedingungen und unter Belastung. Hierzu verwenden wir eine moderne Doppelkopf-Gammakamera der Firma Philips. Mit der Untersuchung klären wir auffällige EKG-Befunde ab. Bei unklaren Brustbeschwerden schließen wir eine koronare Herzkrankheit aus und können bereits bekannte Verengungen der Herzkranzgefäße näher bestimmen.

Intrakardiale Echokardiographie (ICE)

Der intrakardiale Echokardiografie-Katheter (ICE) ist ein invasives diagnostisches Verfahren, mit dem wir die anatomischen Verhältnisse des Herzens bildhaft darstellen können, zum Beispiel das Vorhofseptum.  Meistens kommt dieses Verfahren im Rahmen von elektrophysiologischen Untersuchungen zum Einsatz. Dabei führen wir den Katheter von den Leistenvenen in die rechtsseitigen Herzhöhlen ein. Damit wir den linken Vorhof erreichen können, punktieren wir das Septum (die Herzscheidewand). Für diese transseptale Punktion führen wir eine Schleuse in die Leistenvene ein. Durch die Schleuse schieben wir eine lange Nadel in den rechten Vorhof. An der dünnsten Stelle punktieren wir das Septum. Anschließend können wir Ablationstherapien (Link auf Elektrophysiologie>>Ablationstherapien) etwa zur Isolierung von Pulmonalvenen bei Vorhofflimmern durchführen.