Kinderklinik

Bei uns bekommt jedes Kind die medizinische Ver­sorgung, die es braucht. Wir sind bei allen akuten und chronischen Er­krankungen Ihres Kindes für Sie da. In Not­fällen rund um die Uhr.

Patienteninfos

Was tun bei Hitze?

Was tun bei Hitze?
Kinder sollten grundsätzlich vor starker Hitze und praller Sonne geschützt. Setzen Sie ihr Kind nicht der Sonne aus. Bei hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung sollten Sie sich mit Ihrem Kind im Schatten aufhalten.

Flüssigkeit
Viel trinken ist an heißen Tagen besonders wichtig. Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme hilft, einem Hitzeschlag mit Schwindel, Übelkeit und Erbrechen vorzubeugen. Am besten eignet sich Sprudelwasser, es enthält besonders viele Elektrolyte. Ansonsten sind auch Schorlen oder Früchtetees erlaubt. Getränke sollte Ihr Kind am besten lauwarm genießen, denn bei eiskalten Getränken versucht der Körper, die Temperatur auszugleichen, wodurch die Kinder noch mehr schwitzen.

Ernährung
An heißen Tagen bereiten Sie Ihrem Kind am besten leichtes Essen zu, zum Beispiel Salate, Gemüsegerichte oder Obst. Kleinere Portionen sind gut geeignet, da sie nicht so sehr Magen und Darm belasten wie deftige, fettige Gerichte.

Kleidung
Ihr Kind sollte luftige, leichte und vor allem helle Kleidung tragen. Für den Aufenthalt im Freien und in der Sonne für ausreichend Sonnenschutz (Sonnencreme und Kopfbedeckung) sorgen. Die Haut von Kindern ist sehr empfindlich. Denn sie ist noch sehr dünn und der UV-Eigenschutz der Haut muss sich in den ersten Lebensjahren noch entwickeln.

Lüften
Am besten die Räume früh morgens lüften und danach Jalousien oder Rollläden schließen, damit die kühle Luft im Zimmer bleibt und sich nicht direkt wieder erwärmt.

Was tun bei Durchfall und Erbrechen?

Ursachen und Symptome einer Durchfallerkrankung
Akute Durchfallerkrankungen werden meist durch Viren (z.B. Rotaviren) oder Bakterien (z.B. Salmonellen) ausgelöst. Neben den Durchfällen können Symptome wie Fieber, Bauchschmerzen und Erbrechen auftreten. Von einer Durchfallerkrankung spricht man bei mehr als 3 dünnen Stühlen bei älteren Kindern und mehr als 5 dünnen Stühlen bei Säuglingen.

Welche Gefahren birgt eine Durchfallerkrankung für das Kind?
Durch den Verlust von Wasser und Salzen (Elektrolyten) kann es bei Kindern, vor allem bei Säuglingen, schnell zur Austrocknung (Dehydratation) kommen. Das Auftreten von blutigen Durchfällen ist ein Warnzeichen. Das Kind sollte umgehend einem Kinderarzt vorgestellt werden.

Was tun bei Durchfall und Erbrechen?
Wichtig ist der Ausgleich des Verlustes von Wasser und Salzen. In der Apotheke sind spezielle Glucose-Elektrolyt-Lösungen (z. B. Oralpädon) erhältlich. Diese Lösung sowie Tee und Wasser können zusätzlich zur gewohnten Milchnahrung angeboten werden. Gestillte Babys sollen weiter Muttermilch erhalten. Bei älteren Kindern ist darauf zu achten, dass keine fettigen und blähenden Nahrungsmittel sowie Süßigkeiten angeboten werden. Hilfreich sind kleine Nahrungsmengen und eine erhöhte Anzahl der Mahlzeiten. Geeignete Lebensmittel sind z.B. Zwieback, Salzstangen, geriebener Apfel, Banane, Kartoffel-Möhren-Brei.
Bei starkem Erbrechen kann ein so genanntes Antiemetikum (z.B. Vomex-Zäpfchen) hilfreich sein. Der Durchfall sollte nicht mit einem Medikament gestoppt werden, da dies die Ausscheidung der Krankheitserreger behindert.

Wann sollten Sie mit Ihrem Kind einen Arzt aufsuchen?
Bei totaler Trink- und Nahrungsverweigerung, unstillbarem Erbrechen, zunehmender Apathie, fehlender Urinausscheidung und starker Gewichtsabnahme sollte Ihr Kind unbedingt ärztlich untersucht werden. Das Auftreten von blutigen Durchfällen stellt ein Warnzeichen dar.

Was tun bei Allergien?

Ursachen von Allergien
Als Allergie bezeichnet man eine Reaktion des Immunsystems bei Kontakt mit bestimmten Substanzen. Allergien im Kindesalter sind sehr häufig. Häufige Allergene sind Nahrungsmittel (z.B. Kuhmilch, Hühnerei, Weizen, Nüsse) und Inhalationsallergene (z.B. Hausstaubmilben, Tierschuppen, Pollen, Schimmelpilze). Auch Insektenstiche können allergische Reaktionen hervorrufen.

Welche Symptome und Anzeichen können auftreten?
Symptome wie Augenjucken, Augentränen, Niesen, verstopfte Nase, Fließschnupfen, Husten, Atemnot, Bauchschmerzen und Durchfall sowie Hautausschläge und Ekzeme können auf eine allergische Reaktion hinweisen. Typischerweise treten diese Anzeichen zu bestimmten Zeiten (z.B. im Frühjahr), an bestimmten Orten (z.B. im Bett) oder in bestimmten Situationen auf (z.B. Spielen mit Tieren).

Was tun bei Allergien?
Es gibt verschiedene Untersuchungen, die Ihr Kinderarzt bei Verdacht auf eine Allergie durchführen kann. Wenn der Auslöser der Allergie bekannt ist, können bestimmte Maßnahmen ergriffen werden. Die wichtigste Maßnahme ist, den Kontakt zum Allergen zu vermindern oder zu vermeiden. Weiterhin gibt es verschiedene Medikamente, welche die Allergiesymptome lindern können (z.B. Nasentropfen, Inhalationsspray, Antihistaminika). Diese sollten Sie aber nur nach Rücksprache mit Ihrem Kinderarzt einsetzen. Eine häufig angewandte Methode zur langfristigen Linderung der Symptome stellt die Hyposensibilisierung dar. Bei sehr starken Allergien mit lebensbedrohlicher Symptomatik erhält Ihr Kind einen Notfallausweis und Notfallmedikamente.

Wann sollten Sie mit Ihrem Kind einen Arzt aufsuchen?
Als Alarmsignal sind plötzlich auftretende und heftige Reaktionen wie Hautausschlag am ganzen Körper, Atemnot und Kreislaufkollaps zu werten. Eine Untersuchung und Behandlung durch den Kinderarzt ist dann zwingend erforderlich.

Was tun bei Fieber?

Was ist Fieber?
Von Fieber spricht man, wenn die Körpertemperatur über 38°C beträgt. Die Temperatur sollte am besten rektal, also im Po gemessen werden. Messungen in der Achselhöhle sind etwa 0,5 °C geringer. Ohrthermometer können ebenfalls verwendet werden, aber hier ist die richtige Handhabung wichtig, außerdem kann Ohrschmalz das Ergebnis verfälschen.

Wie entsteht Fieber?
Fieber an sich ist ein Symptom und keine Krankheit. Die Körpertemperatur wird von einem Teil des Gehirns, dem sog. Hypothalamus, gesteuert und auf einen Sollwert um etwa 37°C reguliert. Bestimmte Botenstoffe, die beispielsweise bei Infektionskrankheiten gebildet werden, können zum Hypothalamus gelangen und durch Verstellung des Sollwertes eine höhere Körpertemperatur bewirken. Bei Neugeborenen und kleinen Säuglingen funktioniert diese Temperaturregulierung manchmal nicht reibungslos, sie können also eine Infektion ohne Fieber haben, aber auch Fieber, weil sie zu dick angezogen sind, oder zu wenig getrunken haben („Durstfieber“).

Welche Ursachen kann Fieber haben?
Die Ursachen von Fieber sind vielfältig, wobei im Kindesalter meist Infektionen ursächlich in Frage kommen: Mittelohrentzündungen, Mandelentzündungen, Bronchitis, Lungenentzündungen, Magen-Darm-Infektionen, Harnwegsinfektionen. Der Kinder- und Jugendarzt kann oft schon bei der körperlichen Untersuchung feststellen, was das Fieber hervorruft. Manchmal sind zusätzliche Untersuchungen notwendig, wie die Untersuchung von Blut oder Urin, ein Röntgenbild der Lunge oder bei schwer kranken Kindern die Entnahme von Gehirnflüssigkeit (Liquor).

Ist das Fieber nicht auf Infektionen zurückzuführen, muss man auch an seltenere Ursachen denken, die durch lang anhaltendes oder schubweise auftretendes Fieber auffallen können, wie beispielsweise rheumatische Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Immundefekte, Medikamentennebenwirkungen oder bösartige Erkrankungen.

Was tun bei Fieber?
Wenn die Körpertemperatur über 38,5°C ansteigt, kann der Allgemeinzustand des Kindes beeinträchtigt sein. Es fühlt sich nicht gut, weint viel und hat oft keinen Appetit. Um die Temperatur zu senken, sind zunächst Allgemeinmaßnahmen wie ausreichende Trinkmengen und leichte Kleidung zu ergreifen. Bei weiterhin steigenden Temperaturen und/oder nicht gutem Allgemeinbefinden sollten fiebersenkende Medikamente eingesetzt werden, die auch wirksam gegen Schmerzen sind. Für kleine Kinder stehen Zäpfchen und Säfte zur Verfügung, für ältere Kinder auch Tabletten. Sinnvoll sind die beiden Wirkstoffe Paracetamol und Ibuprofen, die in der richtigen Dosierung gegeben werden müssen (Beipackzettel).

Wichtig: Diese Maßnahmen lindern lediglich die Beschwerden, bekämpfen aber nicht die Fieberursache. Insbesondere Kinder, denen es schlecht geht, oder die mehrere Tage fiebern sollten einem Kinderarzt vorgestellt werden.

Was tun bei Fieberkrämpfen?

Was ist ein Fieberkrampf?
Ein Fieberkrampf ist ein Krampfanfall, der (häufig im Alter zwischen 6 Monaten und 5 Jahren) in Zusammenhang mit Fieber auftritt. Ein Krampfanfall kann z.B. so aussehen, dass ein Kind sich sehr steif macht oder mit Armen und/ oder Beinen heftig zuckt und/oder die Augen verdreht. Ein Fieberkrampf kann zu Beginn einer fieberhaften Erkrankung entstehen, während das Fieber ansteigt, oder auch bei erhöhten Körpertemperaturen, die bereits seit einigen Tagen anhalten. Es liegt KEINE Erkrankung des Gehirns vor. Vielmehr besteht eine Neigung, bei Fieber vorübergehend mit Anfällen zu reagieren.

Welche Gefahren birgt ein Fieberkrampf für das Kind?
Häufig erleben Eltern einen Krampfanfall als lebensbedrohlich für ihr Kind. Das ist nicht der Fall. Die meisten Krampfanfälle bei Fieber hören schon nach wenigen Minuten von selbst wieder auf. Eine Hirnschädigung muss NICHT befürchtet werden.

Was tun bei Fieberkrampf?
Bewahren Sie Ruhe!
Bleiben Sie bei Ihrem Kind.
Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind frei atmen kann.
Lagern Sie das Kind seitlich, damit ggf. Speichel abfließen kann. Dämmen Sie die Bewegungen nicht ein, schieben Sie nichts zwischen die Zähne. Nach dem Anfall messen Sie die Körpertemperatur. Versuchen Sie, das Fieber zu senken (Medikamente, feuchte Wickel, reichliches Trinken) und informieren Sie Ihren Kinderarzt oder den kinderärztlichen Notdienst.
Sollte der Anfall nicht innerhalb von ca. 5 Minuten aufhören, rufen Sie den Notarzt
(Tel.: 112).

Wie kann ich einem Fieberkrampf vorbeugen?
Zur Behandlung eines Infektes mit Fieber sind fiebersenkende Maßnahmen empfohlen. Sehr wichtig ist reichliches Trinken. Dennoch ist auch durch strikte Befolgung dieser Maßnahmen ein Fieberkrampf nicht sicher zu vermeiden.

Was tun bei Neurodermitis?

Was ist Neurodermitis?
Als Neurodermitis (auch atopisches Ekzem) bezeichnet man eine chronische Erkrankung der Haut, die mit Entzündungszeichen und starkem Juckreiz einhergeht. Ursachen können Nahrungsmittelallergene (Kuhmilch, Hühnerei, Weizen, Nüsse), Inhalationsallergene (Hausstaubmilben, Tierhaare) oder Irritation der Haut durch bestimmte Kleidung sein. Genetische Faktoren spielen auch eine Rolle.

Welche Symptome und Anzeichen können auftreten?
Symptome wie gerötete und nässende Hautareale, trockene und schuppende Haut, Juckreiz sowie Flechtenbildung in Ellenbeugen und Kniekehlen können auf ein atopisches Ekzem hinweisen. Bei Säuglingen treten bevorzugt Gesichtsekzeme sowie eine Schuppung der Kopfhaut auf.

Was tun bei Neurodermitis?
Eine Linderung der Beschwerden kann durch verschiedene Maßnahmen erreicht werden. Allergenvermeidung durch bestimmte Wohnumgebung, Verzicht auf Haustiere, nichtkratzende Kleidung und abgestimmte Ernährung sind wichtige Bestandteile der Behandlung. Eine spezielle Hautpflege mit ph-neutraler Seife, rückfettenden Badezusätzen sowie fettenden Salben ist erforderlich. In der Akutbehandlung werden kurzfristig auch kortisonhaltige Salben sowie Antihistaminika (Tabletten oder Tropfen) gegen den Juckreiz eingesetzt.

Welche Komplikationen kann es geben?
Die chronische Entzündung der Haut kann zusätzliche Infektionen mit Bakterien (Staphylokokken) oder Viren (Herpes-Viren) begünstigen. In diesem Fall ist möglicherweise eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich.

Was tun bei Windeldermatitis?

Was ist eine Windeldermatitis?
Windeldermatitis ist eine häufige Entzündung der Haut, die vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern auftritt. Betroffen sind Hautareale, die von der Windel bedeckt sind. Wichtigste Ursache ist die Bildung einer so genannten „feuchten Kammer“ unter der Windel, vor allem, wenn diese zu selten gewechselt wird. Die Hautoberfläche quillt auf und dadurch resultiert eine gestörte Barrierefunktion. Die Zersetzung des Urins mit Bildung von Ammoniak und der Kontakt mit Stuhl und dessen Verdauungsenzymen kann die Haut zusätzlich schädigen. In der Folge führt dies oft zur Ansiedlung des Pilzes Candida albicans.

Wie erkenne ich eine Windeldermatitis?
Die Haut ist gerötet und empfindlich, häufig nässen die betroffenen Hautareale, können aber auch schuppig-trocken sein. Bei lang andauernder Hautreizung kann sich die Haut in großen Blasen ablösen. Es entstehen offene, rissige und leicht blutende Wunden. Bei zusätzlichem Pilzbefall ist die Haut stark gerötet und es bildet sich am Rand eine scharfe, leicht schuppende Grenze zur gesunden Haut. Typisch sind auch außerhalb liegende Pusteln, die ebenfalls randbetont sind. Oft ist auch gleichzeitig eine Pilzinfektion im Mund vorhanden. Den so genannten „ Mundsoor“ erkennt man an weißlichen Belägen der Wangenschleimhaut und Zunge.

Was tun bei einer Windeldermatitis?
Die Basis ist eine gute Hautpflege. Die Windeln sind so oft wie möglich zu wechseln, am besten ist es sie phasenweise ganz weg zu lassen. Die Haut sollte mit reinem Wasser gewaschen und an der Luft oder mit einem Fön getrocknet werden. Benutzen Sie keine parfümierten Reinigungstücher! Tagsüber kann die Haut mit etwas Vaseline geschmeidiger gemacht werden, nachts, wenn das Kind länger in der Windel liegt, kann die Haut mit einer Zinkpaste geschützt werden. Ist die Haut so stark gerötet, dass es offene Stellen gibt, ist eine antientzündliche Behandlung in Form von Bädern nützlich. Bei Pilzbefall werden Antipilz-Salben eingesetzt. In dem Fall sollten Sie Ihr Kind dem Kinderarzt vorstellen.

Wie kann ich einer Windeldermatitis vorbeugen?
Zur Vorbeugung ist eine gute Pflege wichtig. Wechseln sie häufig die Windel, insbesondere möglichst bald nach Stuhlabgang. Säubern sie den Windelbereich des Babys ausschließlich mit klarem Wasser. In Ausnahmefällen (bei starker Verschmutzung) können sie eine milde Seife benutzen. Meiden Sie die Benutzung von parfümierten Reinigungstüchern. Cremen sie die Windelregion, nicht aber den Scheidenbereich mit einer Zinksalbe dünn ein, um die Haut zu schützen.