Strahlen­therapie

Im Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf finden Sie eine Abteilung mit persönlich geprägter Atmosphäre. Wir beraten Sie gerne und werden mit Ihnen zusammen die richtige Therapiestrategie entwickeln.

Die 3D-Planung

Aus den so gewonnenen Bildern erstellen wir an unserem Planungscomputer ein dreidimensionales Modell von Ihrem Körper bzw. von der zu bestrahlenden Region Ihres Körpers. Dieses Modell dient dann als Grundlage für alle weiteren Schritte.
 
Zunächst erfolgt die medizinische Arbeit. Die anatomischen Strukturen des Modells müssen definiert und bezeichnet werden. Dann muss der Tumorsitz und das mögliche Ausbreitungsgebiet des Tumors möglichst exakt abgegrenzt werden. Manchmal gehört auch die Definition der jeweiligen Lymphknotenregionen dazu. In einer Operation werden gelegentlich Marker im Gewebe gesetzt, die uns diese Arbeit erleichtern und die Genauigkeit erhöhen. Nicht zuletzt müssen auch sogenannte Risikoorgane eingezeichnet werden. Das sind Organe mit einer geringen Strahlentoleranz, die in der Nähe des Bestrahlungsgebietes liegen und nur eine begrenzte Dosis erhalten dürfen. Diese gesamte Arbeit orientiert sich allein an den medizinischen Notwendigkeiten und Idealvorstellungen.

Die idealen Vorgaben in eine praktische Technik umzusetzen ist die Aufgabe der Kollegen aus der medizinischen Physik. Hierzu bedarf es großer Erfahrung. Sie definieren, aus wie vielen Richtungen die Bestrahlung erfolgen sollte, ob noch Filter oder Absorber eingesetzt werden müssen und so fort.
Uns stehen verschiedene Bestrahlungstechniken wie 3D-konfomale Bestrahlung, IMRT oder VMAT zu Verfügung.
Am Ende dieses Planungsprozesses stehen ein oder zwei Pläne, die dann gemeinsam auf ihre Qualität hin überprüft und besprochen werden. Der Plan, der die Idealvorstellungen und damit unser zentrales Ziel am besten erfüllt, das bösartig veränderte Gewebe maximal zu schädigen und gleichzeitig das gesunde Gewebe maximal zu schonen, wird schließlich für Sie umgesetzt. Wir senden den Plan digital zum Bestrahlungsgerät. Dort bereiten ihn unsere Medizinisch-technischen Assistentinnen vor, damit er für Sie und Ihre erste Bestrahlung zur Verfügung steht.

Das dreidimensionale Körpermodell bleibt erhalten. So können wir jederzeit wieder darauf zurückgreifen, z.B. wenn wir in einem zweiten Therapieschritt die Strahlendosis im Tumorbereich noch weiter erhöhen wollen. Es kann also durchaus mehrere, logisch aufeinander folgende Behandlungspläne geben, die sich aber alle auf das eine, anfangs erstellte Körpermodell beziehen.