Strahlen­therapie

Im Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf finden Sie eine Abteilung mit persönlich geprägter Atmosphäre. Wir beraten Sie gerne und werden mit Ihnen zusammen die richtige Therapiestrategie entwickeln.

Behandlung von Krebs

Die Strahlentherapie in der Tumorheilkunde

Die Strahlentherapie ist eines von drei wichtigen Standbeinen der Tumorheilkunde. Statistisch gesehen ist bei etwa 40% aller Heilungen die Strahlentherapie wesentlich beteiligt oder allein verantwortlich.

  1. Die Operation ist häufig eine wichtige Maßnahme auf dem Weg zur Heilung. Das Ziel ist, den Tumor vollständig mit einem Sicherheitssaum aus dem umgebenden gesunden Gewebe zu entfernen. Manchmal reicht die Operation allein. Oft ist allerdings eine ergänzende Therapie nötig, um den Erfolg abzusichern (sogenannte adjuvante Therapie). Manchmal muss zunächst eine vorbereitende nicht-operative Therapie durchgeführt werden, damit die Operation in einem zweiten Schritt erfolgreich sein kann (sogenannte neoadjuvante Therapie).
  2. Eine dieser absichernden Maßnahmen kann eine medikamentöse Therapie sein wie z.B. eine Chemotherapie oder eine moderne Antikörper- oder Immuntherapie. Hier werden chemische Substanzen als Infusion oder in Tablettenform verabreicht. Sie verteilen sich überall im Körper. Die Wirkung, aber auch die Nebenwirkungen, erstrecken sich dementsprechend über den gesamten Körper.
  3. Die Strahlentherapie ist eine lokale Maßnahme. In einen begrenzten Körperabschnitt (z.B. das Becken), ein erkranktes Organ (z.B. die Brust oder die Prostata) oder ein durch bösartiges Wachstum verändertes Gewebe (z.B. eine Metastase) werden Strahlen eingebracht. Hier entwickeln sie ihre Wirkung. Nebenwirkungen treten ebenfalls im Wesentlichen im Bestrahlungsfeld auf.

Bei manchen Diagnosen sind wir mit der Strahlentherapie in der Lage, auch ohne eine vorherige oder anschließende Operation eine Tumorerkrankung zu heilen (sogenannte primäre Bestrahlung). Eine solche Therapie wird häufig in Kombination mit medikamentösen Maßnahmen (Chemotherapie, Hormontherapie) durchgeführt.
 
Welche der drei Maßnahmen oder welche Kombination die beste ist, muss ganz individuell geprüft werden. Das hängt von der Art des Tumors ab, von seiner Lage und seiner Größe oder auch von seiner Beziehung zu wichtigen angrenzenden Organen. Aber auch die gesamte gesundheitliche Situation und etwaige Begleiterkrankungen müssen wir berücksichtigen.

Um therapeutische Entscheidungen inhaltlich optimal vorzubereiten, nehmen wir an regelmäßigen Tumorkonferenzen teil. Hier besprechen Operateure, Chemotherapie-Experten, Pathologen, Strahlentherapeuten und Seelsorger die Situation der gemeinsam betreuten Patienten. Wir nehmen an Konferenzen mit der chirurgischen und internistischen Abteilung, mit Gynäkologen und mit Brustkrebs-Experten (Senologen), mit HNO-Ärzten und mit Urologen teil. Die Konferenzen bieten uns ein verlässliches Forum, in dem wir fachübergreifende Probleme erörtern können, damit wir uns umfassend auf das Gespräch mit Ihnen vorbereiten können