Strahlen­therapie

Im Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf finden Sie eine Abteilung mit persönlich geprägter Atmosphäre. Wir beraten Sie gerne und werden mit Ihnen zusammen die richtige Therapiestrategie entwickeln.

Biologische Wirkung

Die biologische Wirkung der Bestrahlung

Das Ziel der Bestrahlung ist, Tumorzellen abzutöten und gleichzeitig das gesunde Umgebungsgewebe so weit wie eben möglich zu schonen.

Einen Strahl kann man sich vorstellen als eine Methode, Energie in den Körper einzubringen und ein Energiedepot in einen eng umgrenzten Raum zu setzen. Dieser Vorgang ist nicht spürbar, die Bestrahlung bewirkt keine Erwärmung oder Verletzung.

Im Körper führt das „Energiedepot“ zu biologischen Veränderungen in den getroffenen Zellen. Bösartige Zellen reagieren dabei sehr empfindlich. Sie erleiden einen Funktionsverlust und verlieren schließlich die Lebensfähigkeit. Demgegenüber sind gesunde Zellen deutlich widerstandsfähiger und besitzen vor allem eine viel höhere Reparaturfähigkeit, so dass die meisten Zellveränderungen durch eine Bestrahlung vorübergehender Natur sind. Diesen Empfindlichkeitsunterschied nutzen wir in der Strahlentherapie.

Wird eine gesunde Zelle mit einer zu hohen Dosis bestrahlt, ist auch ihre Reparaturfähigkeit nicht mehr ausreichend. Deshalb streben wir in der Strahlentherapie an, eine tägliche Dosis so zu bestimmen, dass für bösartige Zellen bereits eine Schädigung anzunehmen ist, gesunde Zellen aber ihre Reparaturfähigkeit behalten. Eine Vielzahl solcher kleinen Dosen macht dann eine Behandlungsserie aus, an deren Ende die Abtötung der bösartigen Zellen unter Erhalt der gesunden Zellen steht (Prinzip der Fraktionierung).

Dementsprechend ergibt sich immer ein längerer Behandlungszeitraum. In Abhängigkeit von der Tumorart, dem Behandlungsvolumen und dem Behandlungskonzept können sich Zeiträume von 2 bis 3 Wochen, aber auch von 7 bis 8 Wochen ergeben, in denen wir Sie jeweils montags bis freitags behandeln. Die Dauer einer einzelnen Bestrahlungssitzung liegt dabei immer im Minutenbereich.