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15 Jahre mobiler Friseur im Hospiz am EVK Düsseldorf
Thomas Orru ermöglicht Schwerstkranken Momente von Normalität und Würde
Düsseldorf, 02.03.2026 – Mehr als 500 Menschen hat er in den vergangenen 15 Jahren im Hospiz am EVK Düsseldorf frisiert. Für Thomas Orru (48) ist jede dieser Begegnungen einzigartig. Drei Mal im Monat kommt der mobile Friseur ins Hospiz, mit Schere, Kamm und einer großen Portion Herzenswärme. „Am Anfang habe ich ein wenig gefremdelt“, erinnert er sich. „Doch Sterben gehört zum Leben. Heute empfinde ich es als Geschenk, Menschen in dieser Zeit etwas Gutes tun zu dürfen, ihnen ein gepflegtes Äußeres zu geben und sie mit meiner Arbeit zu umsorgen.“
Ein neuer Haarschnitt bedeutet für viele Bewohner mehr als reine Pflege. Nach langen Krankenhausaufenthalten oder Wochen im Bett fühlen sich die Haare schwer oder ungepflegt an. Ein Schnitt bringt Erleichterung, ein Stück Normalität. Während Thomas Orru in Ruhe arbeitet, entstehen Gespräche, Momente der Nähe, die den Alltag im Hospiz leichter machen.
Für Hospizleiterin Barbara Krug ist diese Form der Zuwendung unverzichtbar: „Ob gutes Essen, ein neuer Haarschnitt oder Fußpflege, all das ist für uns mit einem guten Lebensende verbunden. Leben bis zuletzt, in Würde und auch mit Freude, das ist unser Anspruch. Deshalb bieten wir unseren Patienten ein ganzes Paket an Serviceleistungen. Thomas Orru ist ein wichtiger Teil davon. Wir sind sehr dankbar, dass er uns seit so vielen Jahren begleitet.“
Neben dem mobilen Friseur kommt auch regelmäßig eine Fußpflegerin ins Haus. Oft sind es die Pflegenden, die den Bewohnern diese Angebote nahebringen. Sie spüren, wer sich über professionelle Körperpflege freuen würde. Der Weg ins Hospiz begann für Thomas Orru 2011 eher zufällig: Ein Pfleger lernte ihn bei einem Hausbesuch kennen, war von ihm und seiner Arbeit sofort überzeugt. Er lud ihn ins Hospiz ein. Aus dieser Einladung wurde eine 15-jährige Verbindung, geprägt von Vertrauen, Respekt und über 500 Haarschnitten, die weit mehr sind als nur Handwerk.