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Hospiz am EVK feiert 25-jähriges Jubiläum

Hospiz am EVK feiert 25-jähriges Jubiläum

Weil jeder Tag wertvoll ist: 25 Jahre Hospizarbeit in Düsseldorf

Düsseldorf, 20.05.2019 - Am Freitag, 17. Mai, feierte das Hospiz am EVK Düsseldorf unter dem Motto „Weil jeder Tag wertvoll ist“ 25-jähriges Jubiläum. Zu der Geburtstagsfeier in der benachbarten Friedenskirche erschienen zahlreiche Gäste, so Oberbürgermeister Thomas Geisel und Festredner Pfarrer Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland, der in der Gründungsphase das Hospiz mitgeleitet hatte. Ebenso kamen zahlreiche Spender und Unterstützer des Hospizes.

1994 begann die Stiftung Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf mit dem Aufbau hospizlicher Angebote. Zunächst nahm im Februar 1994 das ambulante Hospiz seinen Betrieb auf. Mit einem Dienstfahrrad fuhren die Pflegenden zu den Patienten nach Hause, um sie dort zu versorgen. Ein halbes Jahr später war der Neubau direkt gegenüber dem Eingang des Krankenhauses fertig und das erste Hospiz in Düsseldorf startete mit insgesamt 13 Betten. Am 14. November 1994 wurde die erste Patientin stationär im Irmela-Roell-Haus in der Kirchfeldstr. 35 aufgenommen. Möglich wurde dies durch eine großzügige Spende der Düsseldorfer Familie Roell-Jagenberg und durch das mutige Engagement der Stiftung, ein Hospiz in Düsseldorf zu gründen. Nach Haus Hörn in Aachen, dem St. Franziskus-Hospiz in Recklinghausen (1986) sowie dem St. Franziskus-Hospiz in Erkrath (1993) war das Düsseldorfer Hospiz damit das vierte Hospiz in Nordrhein-Westfalen. Aktuell gibt es in NRW 71, in Deutschland insgesamt rund 250 Hospize.

Seit 2006 leitet Dr. Susanne Hirsmüller das Hospiz in der Kirchfeldstraße. Ihr Team aus 25 haupt- und 60 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr für die Patienten da. Sie sorgen dafür, dass die Patienten mit größtmöglicher Lebensqualität und Selbstbestimmung bis zuletzt leben können. Bis heute haben mehr als 3.000 Schwerstkranke und Sterbende in der wohnlichen Geborgenheit des Hospizes ihre letzte Lebenszeit verbracht. Mehr als 50 Prozent der Patienten sind weniger als zwei Wochen im Hospiz, manche auch nur einen Tag. Aber in den all den Jahren gab es immer wieder auch Patienten, die mehrere Monate im Hospiz gelebt haben und auch Patienten, die wieder nach Hause gehen konnten.

Seit 1994 wurden zudem über 2.600 Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu Hause unterstützt. Ebenso stand das Hospizteam mehr als 10.000 Angehörigen und Freunden beratend und begleitend zur Seite. Seit 2012 ist aus dem ehemals ambulanten Hospiz der Stiftung das Palliative Care Team (PCT), der spezialisierte ambulante Palliativdienst, entstanden. Das PCT kümmert sich um Sterbenskranke zu Hause oder in Pflegeeinrichtungen. Das stationäre Hospiz und das PCT sind die tragenden Pfeiler des Palliativnetzwerkes der Stiftung Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf.

„In den vergangenen Jahren haben wir mit einer Reihe von Partnern in Düsseldorf ein gut funktionierendes Netz von Hospiz- und Palliativeinrichtungen geschaffen, so dass wir viele Menschen und ihre Angehörigen in dieser schweren Phase ihres Lebens gut begleiten können. Wir werden weiterhin intensiv daran arbeiten, damit Sterbende in Düsseldorf gut versorgt sind“, so Dr. Susanne Hirsmüller. Dazu gehört auch, den Hospizgedanken und die Auseinandersetzung mit den Themen Sterben, Tod und Trauer mit besonderen Aktionen und Veranstaltungen in die öffentliche Diskussion zu bringen. So ermöglicht das Hospiz insbesondere jungen Menschen, Hospizarbeit kennenzulernen: Mehr als 60 Schüler, Hospitanten, Praktikanten und FSJler konnten bereits Einblicke in die Hospiz- und Palliativarbeit gewinnen.

Zudem gibt es seit 2005 die Kampagne „Verbündete“. Auch sie hat das Ziel, der Hospizidee sowie den Themen Sterben und Tod ein öffentliches Forum zu bieten. Seit vierzehn Jahren übernehmen deshalb Düsseldorfer Persönlichkeiten die einjährige Schirmherrschaft. Im Jubiläumsjahr sind es die Düsseldorfer Symphoniker, die sich für das Hospiz stark machen. Bisherige Verbündete waren Nemo, Hildegard Müller, Josef Hinkel, Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Anne-José Paulsen, Albrecht Woeste, Gertrud Schnitzler-Ungermann, Heinz-Richard Heinemann, Dr. Marion Ackermann, Alarik Graf Wachtmeister, Dr. Miriam Meckel und Christian Ehring. Alle haben sich auf sehr individuelle Art für das Düsseldorfer Hospiz engagiert. Die Symphoniker sind seit November 2018 bereits mehrmals für das Hospiz aufgetreten. Vier Musiker der „Düsys“ gestalten die musikalische Eröffnung der Jubiläumsfeier.


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