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Ihr seid nicht allein: 100 Origami-Kraniche für kranke Kinder
Goethe-Museum überreicht Genesungswünsche an die Klinik für Kinder und Jugendliche im EVK Düsseldorf
Düsseldorf, 12.06.2025 – Kuratorin Regina Müller und Dr. Boris Roman Gibhardt, Direktor des Goethe-Museums, haben der Klinik für Kinder und Jugendliche im EVK Düsseldorf besondere Genesungswünsche für die kleinen Patienten überreicht. Chefärztin Prof. Dr. med. Monika Gappa und Pfarrer Florian Schneider, zuständig für die Krankenhaus- und Hospizseelsorge im EVK, freuten sich sehr über den Bilderrahmen mit 100 gefalteten Origami-Kranichen.
Bei einem Origami-Workshop im Goethe-Museum zum internationalen Kindertag am 1. Juni falteten Kinder und Erwachsene 100 Kraniche als Genesungswunsch für die stationär versorgten Kinder im EVK Düsseldorf. Unter der Anleitung von Origami-Meisterin Mayumi Sato sind in Form und Farbe individuelle Kraniche entstanden. Gemeinsam bilden sie ein lebendiges Bild von Vielfalt und Einheit zugleich.
„Uns war es ein besonderes Anliegen, gerade am internationalen Kindertag auch die Kinder mit einzubeziehen, die gerade eine schwere Zeit durchstehen. Jeder dieser Kraniche trägt einen Wunsch auf Genesung und Lebensfreude in sich, gefaltet von Kindern, die für sich neue kulturelle Werte erschließen oder bestehende Werte weitergeben, und Erwachsenen, die Kindheitsfreuden wiederentdecken und an neue Generationen vermitteln. Mit unserer kleinen Geste hoffen wir den Kindern und Jugendlichen zeigen zu können: Ihr seid nicht allein.“, so Kuratorin Regina Müller, die gemeinsam mit Origami-Meisterin Mayumi Sato das Fest zum internationalen Kindertag plante und durchführte.
Foto: Von links nach rechts: Dr. Boris Roman Gibhardt, Direktor des Goethe-Museums, Prof. Dr. Monika Gappa, Chefärztin der Klinik für Kinder und Jugendliche im EVK Düsseldorf, Kuratorin Regina Müller und Pfarrer Florian Schneider.
Die Idee der Schenkung geht zurück auf den japanischen Brauch „Senbazuru“, bei dem 1000 Origami-Kraniche symbolisch für Gebete oder Wünsche gefaltet werden. In der japanischen Kultur symbolisiert der Kranich Langlebigkeit, Glück und Glückseligkeit. Das Falten von tausend Kranichen wird oft als Gebet für die Genesung einer kranken Person oder als Wunsch für persönliches Glück und viel Erfolg unternommen. Die bekannteste Geschichte, die mit Senbazuru in Verbindung gebracht wird, ist die von Sadako Sasaki, einem jungen Mädchen, das infolge der Strahlenbelastung durch den Atombombenabwurf auf Hiroshima an Leukämie erkrankte.
Der Workshop war Teil eines vom Museum veranstalteten „Omatsuri“, einem traditionellen japanischen Sommerfest, das durch ein Konzert der Sängerin Sayoko Kurashima-Krenz und den Pianistinnen Miki Ogawa und Chiaki Yokokawa eröffnet wurde. Die Musikerinnen trugen auf Spendenbasis japanische Kinderlieder vor, darunter „Shōka“ (ein Schullied) nach dem Gedicht „Heidenröslein“ von Johann Wolfgang von Goethe, aber auch ein Medley traditioneller japanischer Filmmusik für Kinder.
Das „Omatsuri“ reihte sich in die Planung des Museums zu der diesjährigen Japan-Woche ein. Am 17. Mai war die Ausstellung „ゲーテ (Gēte): Goethe in Japan“ zur interkulturellen Literaturbeziehung zwischen Deutschland und Japan eröffnet worden.
Die Ausstellung „ゲーテ (Gēte): Goethe in Japan“ ist noch bis Ende Juni im Goethe-Museum zu sehen.
Weitere Infos und Kontakt zum Goethe-Museum:
Goethe-Museum Düsseldorf / Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung
Jacobistraße 2
40211 Düsseldorf
Telefon: +49 (0)211 /899 62 62
E-Mail: goethemuseum@duesseldorf.de
Website: http://www.goethe-museum.de