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Neu in Düsseldorf: EVK stellt Lebertumorzentrum vor

Neu in Düsseldorf: EVK stellt Lebertumorzentrum vor

Rundumversorgung durch großes Expertenteam bei Leberkrebs

Düsseldorf, 18.3.2019 - Neu in Düsseldorf ist das Lebertumorzentrum am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf. Prof. Dr. Werner Hartwig, Chefarzt der Chirurgischen Klinik am EVK, leitet das neue, interdisziplinäre Zentrum in Bilk. Gemeinsam mit seinen Kollegen der Endoskopie, Radiologie, Anästhesie und Onkologie hat der Chirurg jetzt das in Düsseldorf einzigartige Zentrum zur Erkennung und Behandlung von Lebertumoren vorgestellt. Es ist Teil des zertifizierten Viszeralonkologischen Zentrums am EVK Düsseldorf.

„Je früher und genauer Lebertumore oder in der Leber wachsende Metastasen erkannt werden, umso besser sind die Behandlungs- und Heilungschancen“, so Prof. Dr. Werner Hartwig. „Das Besondere an unserem neuen Tumorzentrum ist die Bündelung unserer zahlreichen Leberkrebsexperten. In unseren regelmäßigen Tumorkonferenzen besprechen wir jede Erkrankung und finden gemeinsam den besten Weg für jeden Patienten.“

Wer gehört zum neuen Lebertumorzentrum am EVK?

Zentrumsleiter ist Prof. Dr. Werner Hartwig, der zudem für chirurgische Therapien zuständig ist. Er ist ausgewiesener Leber-, Bauchspeicheldrüsen- und Gallenwegchirurg.  Über 20 Jahren war er an den größten Leberzentren Deutschlands als Operateur aktiv, so an den Universitätskliniken Heidelberg und München Großhadern. Innerhalb der letzten zwei Jahre hat er am EVK Düsseldorf das Lebertumorzentrum aufgebaut. Seitdem wurden hier über 100 Patienten mit Lebertumoren und Lebermetastasen operativ behandelt.

Prof. Dr. Horst Neuhaus, Chefarzt der Medizinischen Klinik am EVK, verfügt als international renommierter Gastroenterologe zusammen mit seinem Team über die besondere Expertise der endoskopischen Erkennung und Behandlung von Leber- und Gallenwegtumoren. Seine endoskopische Abteilung ist von der Weltorganisation für Endoskopie (WEO) als „Center of Excellence“ anerkannt. Sie ist mit allen modernen Technologien für patientenorientierte endoskopische und endo-sonographische Eingriffe  ausgestattet.

Prof. Dr. Thomas Lauenstein leitet im Innenstadtkrankenhaus die Klinik für Radiologie und Strahlentherapie. Gemeinsam mit seinem erfahrenen Team ist er im neuen Zentrum für die Diagnostik sowie für interventionelle Therapien zuständig. Durch seine langjährige Tätigkeit am Universitätsklinikum Essen ist Prof. Dr. Thomas Lauenstein Experte in der radiologischen Diagnostik und interventionellen Therapie (z.B. Chemoembolisation, Radiofrequenzablation) von Lebertumoren. Seine besondere international anerkannte Expertise ist die differenzierte MRT-Untersuchung von Gallengang- und Lebertumoren.  

Prof. Dr. Dr. med. Dipl.-Phys. Bertram Scheller, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie am EVK,  gewährleistet mit seinem Team die schonende Narkose und Patientenstabilisierung während und nach großen Leberoperationen. Auch er verfügt über langjährige Erfahrungen in der Betreuung von Patienten an einem Leberzentrum.

Dieses erfahrene Team wird durch die Onkologen am EVK, vertreten von Dr. Henning Bredenfeld,  Leiter des onkologischen MVZs am EVK sowie die Strahlentherapeuten unter Leiter von Dr. Johannes von der Haar ergänzt. Auch gehört ein großes Team aus Ärzten und Mitarbeitern der Psychoonkologie, der Ernährungsberatung, der Naturheilkunde, der Physiotherapie, der Palliativmedizin, der Pathologie (in Zusammenarbeit mit der Uniklinik Düsseldorf) und des Hospizes am EVK zum neuen Lebertumorzentrum.

Die Leber ist ein lebenswichtiges Organ: Sie spielt bei der Entgiftung des Körpers und der Produktion von Gerinnungsfaktoren eine große Rolle. Da die Leber ein äußerst stark durchblutetes Organ ist und aufgrund zahlreicher Gefäße und Gallengänge eine sehr komplexe Bauweise hat, ist es höchst anspruchsvoll, Tumore dort zu erkennen und sie chirurgisch zu entfernen.

Leberkrebs ist eine bösartige Erkrankung der Leberzellen, und gilt neben dem Gallengangkrebs als „primärer“ Lebertumor. Er entsteht in 80 Prozent der Fälle als Folge einer Schrumpfleber (Leberzirrhose). Hauptursache ist eine chronische Virusinfektion der Leber (Hepatitis B und Hepatitis C) oder starker Alkoholkonsum über mehrere Jahre. Neben Alkohol können auch Fettleibigkeit oder Diabetes weitere Risikofaktoren sein – neben angeborenen Krankheiten des Eisenstoffwechsels. Beim Gallengangkrebs, der sowohl in der Leber als auch in den ableitenden Gallenwegen unmittelbar unterhalb der Leber entstehen kann, spielen chronische Entzündungen, Gallengangfehlbildungen und Kanzerogene (Substanz, die zur Entstehung von bösartigen Tumoren führen kann) eine wichtige Rolle. Darüber hinaus gibt es auch die wesentlich häufigeren „sekundären“ Lebertumoren: dabei siedeln sich Tochtergeschwülste von bösartigen Tumoren anderer Organe in der Leber an. Man spricht hier von Lebermetastasen.

Die Zahl der an bösartigen Lebertumoren und Lebermetastasen erkrankten Menschen hat sich in den letzten 35 Jahren verdoppelt. Eine neu auftretende Gelbsucht oder unspezifische Symptome wie Oberbauchschmerzen, ein auffälliger Leistungsabfall oder starker Gewichtsverlaust sind oftmals die ersten Symptome. Je früher ein Tumor erkannt wird, umso besser und genauer kann er behandelt werden. Abhängig von der Tumorart, der Lage und Größe, aber auch von der Beschaffenheit der Leber kommen unterschiedlichste Behandlungen zum Einsatz. Wann immer möglich, werden Lebertumore, aber auch Lebermetastasen des Darms oder einiger anderer Organe operativ entfernt. Das Besondere an der Leber: Sie wächst wieder nach. Bis zu 70 Prozent einer Leber kann entfernt werden, ohne dass die Leber ihre Arbeit einstellt bzw. es zum lebensgefährlichen Leberversagen kommt.
 
Kontakt
Lebertumorzentrum am EVK Düsseldorf
Kirchfeldstraße 40
40217 Düsseldorf
Tel: 0211/919-1005
Fax: 0211/919-3910
E-Mail: lebertumorzentrum@evk-duesseldorf.de
Website Lebertumorzentrum

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