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Raum geben für Ruhe und Abschied

Miriam Meckel ist die neue Verbündete des Hospizes am EVK

Miriam Meckel ist die neue Verbündete des Hospizes am EVK
Düsseldorf, 15. November 2016 – Das Hospiz am EVK hat eine neue Verbündete: Miriam Meckel. Die Publizistin und Chefredakteurin der Wirtschaftswoche macht sich ab sofort unter dem Motto „Raum geben für Ruhe und Abschied“ ein Jahr lang für die Arbeit des Hospizes in der Kirchfeldstraße stark.

Miriam Meckel: „Für mich gehören Sterben und Tod zum Leben dazu. Sie mit ins Leben hineinzunehmen, zu akzeptieren, dass Sterben, Tod und Abschied Teil des Lebens sind, macht für mich Leben noch lebenswerter. Menschen in ihren letzten Momenten ein wertvolles Leben zu ermöglichen, das ist für mich Hospizarbeit. Und deshalb bin ich froh, ein Jahr lang dazu beitragen zu dürfen, diese wichtige Arbeit noch bekannter zu machen.“ Herzstück ihrer Aktionen als Verbündete des Hospizes wird im Frühjahr 2017 eine gemeinsame Lesung mit der Medienunternehmerin und Schriftstellerin Christiane zu Salm sein. Als ehrenamtliche Sterbebegleiterin hat sie in ihrem Buch „Dieser Mensch war ich: Nachrufe auf das eigene Leben“ Menschen nach ihrem Leben befragt hat, als diese wussten, dass ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt. Aus den ganz persönlichen Nachrufen ist ein wunderbares Buch über das Leben entstanden. Als weitere Aktion der neuen Verbündete ist bereits der Besuch der Haupt- und Ehrenamtlichen des Hospizes in den Redaktionsräumen der Wirtschaftswoche geplant.

2005 hat das Hospiz am EVK die Kampagne „Verbündete“ mit dem Ziel begonnen, der Hospizidee sowie den Themen Sterben und Tod ein öffentliches Forum zu bieten. Miriam Meckel übernimmt das Ehrenamt als Nachfolgerin des Düsseldorfer Hoteliers Alarik Graf Wachtmeister. Seit elf Jahren gibt es die einjährige Schirmherrschaft, seitdem haben sich Nemo, Hildegard Müller, Josef Hinkel, Dr. Marie-Agnes Zimmermann-Strack, Anne-José Paulsen, Albrecht Woeste, Gertrud Schnitzler-Ungermann, Heinz-Richard Heinemann, Dr. Marion Ackermann und Alarik Graf Wachtmeister jeweils auf sehr individuelle Art für das Düsseldorfer Hospiz an der Kirchfeldstraße engagiert.

Dr. Susanne Hirsmüller, Leiterin des Hospizes, ist stolz darauf, Miriam Meckel als Verbündete für das Hospiz gewonnen zu haben. „Seitdem sie in Düsseldorf aktiv ist, habe ich damit geliebäugelt, sie für das Ehrenamt zu gewinnen. Ich war mir sicher, mit ihr einen neuen wichtigen Akzent in der Verbündetenarbeit setzen zu können. Das erste Gespräch mit Miriam Meckel war dann auch sehr offen, und ihre Gedanken zu Leben und Tod haben mich inspiriert. Ich freue mich deshalb sehr auf das Jahr mit Miriam Meckel.“

Prof. Dr. Miriam Meckel (49) ist seit zwei Jahren Chefredakteurin der WirtschaftsWoche, Deutschlands wichtigstem Wochenmagazin für Wirtschaft mit Sitz in Düsseldorf. Sie ist zudem Professorin für Corporate Communication und Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen, Schweiz. Meckel hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Sinologie, Politikwissenschaft und Jura an den Universitäten Münster und Taipei, Taiwan studiert. Nach dem Studium war sie 10 Jahre als Journalistin für öffentlich-rechtliche und kommerzielle Sender (ARD, VOX, RTL) als Moderatorin, Reporterin und Redakteurin in Nachrichten- und Magazinformaten tätig. 1999 wurde sie als Professorin für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an die Universität Münster berufen und übernahm als Geschäftsführende Direktorin die Leitung des Instituts für Kommunikationswissenschaft. 2001 wurde Miriam Meckel Staatssekretärin im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen zunächst als Regierungssprecherin dann als Staatssekretärin für Europa, Internationales und Medien. Zudem veröffentlichte sie zahlreiche Bücher, wissenschaftliche Zeitschriftenbeiträge und journalistische Artikel und hält Vorträge zu den Themenfeldern Kommunikationsmanagement, Unternehmens-kommunikation, Journalismus, Internet und Medienwandel, Internationale Kommunikation, Medienökonomie. Ihre Bücher „Das Glück der Unerreichbarkeit“ und „Brief an mein Leben“ waren Bestseller im deutschsprachigen Markt.

Das Hospiz am EVK wurde 1994 gegründet. Seit 2006 ist Dr. Susanne Hirsmüller für das stationäre Hospiz am EVK mit 13 Betten verantwortlich. Die Stiftung Evangelisches Krankenhaus bietet ein Palliativnetzwerk für schwerstkranke Menschen an. Dazu gehören u.a. eine Palliativstation im EVK sowie der ambulante Palliativdienst, das Palliative Care Team (PCT). Rund 55 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen aktiv die Arbeit des Hospizes.

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