Stiftung EVK

Das Evangelische Krankenhaus wurde 1849 im Herzen von Düsseldorf, der Altstadt, als Stiftung gegründet.

175 Jahre Stiftung EVK Düsseldorf

Wir alle. Für euch alle.



2024 ist für uns ein besonderes Jahr, denn wir feiern 175-jähriges Jubiläum.
Von acht evangelischen Bürgern wurde das EVK Düsseldorf am 29. März 1849 als erstes großes Krankenhaus in Düsseldorf ins Leben gerufen. Über Jahrzehnte hinweg wurde es kontinuierlich zu einem modernen Gesundheitszentrum mitten in der Stadt ausgebaut.

Als gemeinnützige Stiftung verfolgen wir seit jeher ein Ziel: Menschen in schwierigen Lebenssituationen beizustehen.
Wir tun dies aus christlicher Überzeugung – mit dem Menschen im Mittelpunkt unseres Handelns.
Wir, mehr als 1.750 EVKler aus 66 Nationen, engagieren uns jeden Tag für die Menschen, die sich uns anvertrauen.

Wir sind für Menschen in allen Phasen ihres Lebens da – jeden Tag. Von der Geburtshilfe über Kinder- und Jugendmedizin bis hin zur Betreuung von Senioren und sterbenskranken Menschen reicht unser Angebot. Schwerpunkte sind die Chirurgie, die Gastroenterologie, die Kardiologie, die Onkologie-Palliativmedizin und das Kindernetzwerk

Zum Jubiläum hat der Illustrator und Comiczeichner Ivo Kircheis das Leben in unserer Stiftung künstlerisch in Szene gesetzt. Entstanden ist so ein buntes Wimmelbild.
Darauf gibt es viele kleine Geschichten zu entdecken, die uns und unsere Arbeit für unsere Patienten, Bewohner, Auszubildenden, Besucher und Partner ausmachen.
„Wir alle. Für euch alle.“ lautet der Titel des Bildes.

Pressemitteilung_Stiftung EVK Düsseldorf feiert 175-jähriges Jubiläum

Meilensteine der Stiftung EVK

Gehen Sie auf Entdeckungsreise

Wie sahen die Anfänge des EVK vor 175 Jahren aus?
Wie hat es sich im Laufe der Zeit baulich verändert?
Welche Einrichtungen und Bereiche sind über die Jahre hinzugekommen?
Gehen Sie auf Entdeckungsreise (zum Bewegen der Bilder nach unten scrollen und die Pfeile anklicken; für eine Vollbildanzeige auf das Bild klicken):

Die „Geburtsstunde“ der Stiftung EVK Düsseldorf: Das Protokollbuch (Foto 1/2)

Am 29. März 1849 unterzeichneten acht Männer und Frauen der kleinen evangelischen Gemeinde in Düsseldorf ein Dokument zur „Errichtung eines evangelischen Krankenhauses in der Stadt“.

Die Unterzeichner waren der Auffassung, dass „die Krankenanstalten hiesiger Stadt dem täglich wachsenden Bedürfniß nicht mehr genügen[…].“
Daher sollte u.a. unter „Anflehung und Erwartung des göttlichen Segens“ eine eigenständige Stiftung gegründet werden.
Für ein evangelisches Krankenhaus einigte man sich auf folgende Grundsätze (Auszug):

  • Es sollten „Kranke ohne Rücksicht auf deren Heimath und Confession […] aufgenommen“ werden.
  • Es soll für männliche und weibliche Kranke bestimmt sein.
  • „Je größer das Elend, um so eher wird die Aufnahme gestattet“.

Die „Geburtsstunde“ der Stiftung EVK Düsseldorf: Das Protokollbuch (Foto 2/2)

Am 29. März 1849 unterzeichneten acht Männer und Frauen der kleinen evangelischen Gemeinde in Düsseldorf ein Dokument zur „Errichtung eines evangelischen Krankenhauses in der Stadt“.

Die Unterzeichner waren der Auffassung, dass „die Krankenanstalten hiesiger Stadt dem täglich wachsenden Bedürfniß nicht mehr genügen[…].“
Daher sollte u.a. unter „Anflehung und Erwartung des göttlichen Segens“ eine eigenständige Stiftung gegründet werden.
Für ein evangelisches Krankenhaus einigte man sich auf folgende Grundsätze (Auszug):

  • Es sollten „Kranke ohne Rücksicht auf deren Heimath und Confession […] aufgenommen“ werden.
  • Es soll für männliche und weibliche Kranke bestimmt sein.
  • „Je größer das Elend, um so eher wird die Aufnahme gestattet“.

Der Initiator: Pfarrer Carl Krafft (1814-1898)

Bei den Unterzeichnern des Dokuments zur Errichtung eines evangelischen Krankenhauses in Düsseldorf stand sein Name an erster Stelle: Carl Krafft.
Geboren 1814 in Köln als ältester Sohn des reformierten Pfarrers Johann Gottlob Krafft. Nach dem Studium der Theologie u.a. in Erlangen trat Carl Krafft eine Anstellung als Religionslehrer an einem Bonner Gymnasium an.

1839 wurde er Pfarrer in Flamersheim-Großbüllesheim bei Euskirchen; 1842 in Hückeswagen. In dieser Zeit unternahm Carl Krafft eine italienreise, wo er in Rom und Neapel predigte. Durch eine Mitteilung über diese Reise wurde man in Düsseldorf auf ihn aufmerksam. Repräsentation und Presbyterium wählten ihn im Oktober 1844 zum Pfarrer; im Januar 1845 wurde er eingeführt. Carl Krafft war bis 1856 Pfarrer in Düsseldorf. In dieser Zeit hatte er u.a. die Leitung der Luisenschule inne; wirkte am Umbau der Neanderkirche mit oder war an der Entwicklung des Waisenhauses beteiligt. Außerdem gründete er den „Kirchlichen Anzeiger“ – der u.a. über Gottesdienstzeiten und Gemeindeordnungen informierte. Erschienen ist der „Kirchlichen Anzeiger“ im von ihm etablierten „Verlag des Evangelischen Krankenhauses“.

Karl Krafft war „ein Mann von originellster Art, ein Brausekopf mit freudiger Gesinnung und ein lauterer christlicher Charakter“.

Bildcredit: ©Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland

Die Mitbegründer

Zu den Unterzeichnern des Verhandlungsprotokolls vom 29. März 1849 zur Gründung des EVK gehörten die Brüder Karl Heinrich und Karl August Ebermaier, Söhne des Düsseldorfer Arztes und Regierungsrates Johann Ebermaier.
Sie zählten zu den bedeutendsten Ärzten im Düsseldorf des 19. Jahrhunderts, die sich durch ihre wissenschaftlichen Arbeiten auszeichneten, insbesondere auf dem Gebiet der Pharmakologie und der Pflanzenheilkunde.

Karl Heinrich Ebermaier (links): promovierter Doktor der Medizin und der Chirurgie; Approbation u.a. als praktischer Geburtshelfer; Niederlassung als praktischer Arzt in Düsseldorf; bis 1845 Arzt im Düsseldorfer Max-Joseph-Hospital; war u.a. Regierungs- und Medizinalrat sowie Leibarzt der Prinzessin Louise von Preußen.
Karl August Ebermaier (rechts): Presbyter; erhält 1843 seine Approbation, 1844 auch als Geburtshelfer; lässt sich als praktischer Arzt in Düsseldorf nieder; Arzt an der Rettungsanstalt Düsseldorf; war der erste Leitende Arzt des EVK.

 

Bildcredit K.H. Ebermaier: © Stadtmuseum Düsseldorf D 1952
Bildcredit K.A. Ebermaier: © Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin des Universitätsklinikums Düsseldorf

Weitere Mitbegründer

Zu den Unterzeichnern des Verhandlungsprotokolls vom 29. März 1849 zur Gründung des EVK gehörten ebenso:

Peter Göring (Bild): Textilfabrikant; ist 1845 der viertreichste Mann Düsseldorfs (Jahreseinkommen 6.000 Reichstaler; der Reichste besitzt 10.000 Rtlr.); Mitglied des Presbyteriums; Mitglied der ersten Handelskammer Düsseldorfs; enger Vertrauter des Kaiserswerther Pfarrers und Gründer der Kaiserswerther Diakonissenanstalt Theodor Fliedner.

Catharina Göring: Ehefrau von Peter Göring

Gerhard Tapken: Kaufmann; erledigt als Rendant (Rechnungsführer) des EVK die Buchführung.

Helene Windscheid: Ehefrau von Karl Windscheid, Fabrikbesitzer der Köln-Mindener Eisenbahngesellschaft

Charlotte von Oven: Witwe des königlichen Consistorialrates Carl Heinrich Engelbert von Oven aus Postsdam


Bildcredit Göring: © Stadtmuseum Düsseldorf D 3035

Die Anfänge des EVK Düsseldorf: Bergerstraße 18

Da das alte Pfarrhaus der ehemaligen lutherischen Gemeinde neben der Berger Kirche freigeworden ist, wurde das Gebäude zur Verfügung gestellt (rechts neben der Kirche). Am 1. Oktober 1849 nahm das winzige Krankenhaus (bis zu 17 Betten) dort seine Arbeit auf. Zunächst betreuten freie Helferinnen die Patienten.

Der Vorsitzende des Kuratoriums Pfarrer Carl Krafft hat befunden, dass das Krankenhaus unter der Aufsicht einer Diakonissin (ausgebildete Krankenpflegerin) gestellt werden soll. Außerdem sollte dieser eine zweite Krankenpflegerin zur Seite gestellt werden. Man wandte sich an den Kaiserswerther Pfarrer und Gründer der Kaiserswerther Diakonissenanstalt Theodor Fliedner. Fliedner war ein enger Vertrauter des EVK-Mitbegründers Peter Göring. Auf einen Antrag an das Diakonissenmutterhaus in Kaiserswerth schickte Theodor Fliedner umgehend einen Vertragsentwurf, der beidseitig genehmigt wurde. Ab September 1851 nahmen die Kaiserswerther Diakonissen ihre langjährige Arbeit im EVK auf.

Bau eines neuen EVK Düsseldorf: Umzug an den Fürstenwall (Foto1/2)

Schon in den ersten Tagen des winzigen Krankenhauses in der Berger Straße flossen den Initiatoren kleine und große Spenden zu, die zweckbestimmt waren. Sie sollten realisieren, was von Anfang an ins Auge gefasst war: ein neues Krankenhaus.

1862 fiel die Entscheidung auf den heutigen Standort, den Fürstenwall. Die Grundsteinlegung fand im Juli 1864 statt. Im Oktober 1865 war der Rohbau fertig. Über dem Souterrain erhoben sich drei Stockwerke. In jeder einzelnen Etage befanden sich vier Krankensäle mit je sieben bis acht Betten.
Außerdem gab es u.a. einen Operationssaal; eine Küche; Sitzungsräume; Badezimmer; Vorratskeller; eine eigene Waschanstalt und Badezimmer.

Bau eines neuen EVK Düsseldorf: Umzug an den Fürstenwall (Foto 2/2)

Schon in den ersten Tagen des winzigen Krankenhauses in der Berger Straße flossen den Initiatoren kleine und große Spenden zu, die zweckbestimmt waren. Sie sollten realisieren, was von Anfang an ins Auge gefasst war: ein neues Krankenhaus.

1862 fiel die Entscheidung auf den heutigen Standort, den Fürstenwall. Die Grundsteinlegung fand im Juli 1864 statt. Im Oktober 1865 war der Rohbau fertig. Über dem Souterrain erhoben sich drei Stockwerke. In jeder einzelnen Etage befanden sich vier Krankensäle mit je sieben bis acht Betten.
Außerdem gab es u.a. einen Operationssaal; eine Küche; Sitzungsräume; Badezimmer; Vorratskeller; eine eigene Waschanstalt und Badezimmer.

Neubau ohne Einweihung

Im Sommer 1866 dachte noch niemand an eine Inbetriebnahme des Krankenhauses. Der Bau war zwar trocken, jedoch war das Haus bisher leer und längst noch nicht beziehbar (Foto: Blick vom Fürstenwall auf das EVK um die Jahrhundertwende). Da drängte die Not zur sofortigen Inbetriebnahme: Der Preußisch-Österreichische Krieg von 1866.

So kamen am 21. Juli 1866 die ersten 30 Verwundeten von der Mainarmee an. Statt einer festlichen Einweihung wurde eine kurze Andachtsstunde gehalten.
Es bildete sich in der Gemeinde ein „Comité für die Einrichtung des neuen evang. Krankenhauses zur Aufnahme erkrankter und verwundeter Krieger“, dem ausschließlich Frauen angehörten. Neben Geld bat es um Zusendung von Matratzen und Decken, Leibwäsche, chirurgischen Instrumenten sowie Lebensmitteln und Erfrischungen. Das Echo war überwältigend: In kürzester Zeit wurden 80 Thaler gespendet sowie große Mengen Naturalien und Sachspenden.

Einweihung der Krankenhauskapelle

Am Reformationstag, den 31. Oktober 1876, findet die Einweihung der Krankenhauskapelle statt. Prinz Alexander von Preußen ist anwesend neben vielen Ehrengästen und der Gemeinde, die von nun an hier den Gottesdienst besuchen kann; die Friedenskirche wird erst in 20 Jahren ihre Türen öffnen.

1909 – Mehr Platz für mehr Kranke (Foto 1/2)

Nicht das 60-jährige Bestehen des EVK war Grund für einen Erweiterungsbau, sondern die enorme Ausdehnung der Stadt sowie das Anwachsen der Gemeinde. 1910 zählte Düsseldorf 360.000 Einwohner. Auch die 1907 errichteten „Allgemeinen Städtischen Krankenanstalten“ in der Moorenstraße (heutiges Universitätsklinikum) mit ihren 800 Betten konnten den Gesamtbedarf nicht decken. Das EVK musste neuen Platz schaffen. Nach den Plänen des Architekten Paul Prack schloss sich der Bau rechtwinklig an den rechten Flügel des Haupthauses (auf dem ersten Foto links/Rückansicht), stand also an der Florastraße.

Im Sockelgeschoss befanden sich nun die Apotheke (2. Foto) und die Röntgenzimmer. Außerdem ist dort ein Raum für orthopädische Turngeräte und das Lichtbadezimmer. Über dem Sockelgeschoss erhoben sich drei Etagen mit 27 Krankenzimmern.
Da die Apotheke vom Haupthaus in den Neubau verlegt wurde, ist im Altbau nun Raum für einen insgesamt vierten Operationssaal.

Fotocredit 1. Foto: ©Archiv des Ev. Diakonievereins Berlin-Zehlendorf

1909 – Mehr Platz für mehr Kranke (Foto 2/2)

Nicht das 60-jährige Bestehen des EVK war Grund für einen Erweiterungsbau, sondern die enorme Ausdehnung der Stadt sowie das Anwachsen der Gemeinde. 1910 zählte Düsseldorf 360.000 Einwohner. Auch die 1907 errichteten „Allgemeinen Städtischen Krankenanstalten“ in der Moorenstraße (heutiges Universitätsklinikum) mit ihren 800 Betten konnten den Gesamtbedarf nicht decken. Das EVK musste neuen Platz schaffen. Nach den Plänen des Architekten Paul Prack schloss sich der Bau rechtwinklig an den rechten Flügel des Haupthauses (auf dem ersten Foto links, Rückansicht), stand also an der Florastraße.

Im Sockelgeschoss befanden sich nun die Apotheke (2. Foto) und die Röntgenzimmer. Außerdem ist dort ein Raum für orthopädische Turngeräte und das Lichtbadezimmer. Über dem Sockelgeschoss erhoben sich drei Etagen mit 27 Krankenzimmern.
Da die Apotheke vom Haupthaus in den Neubau verlegt wurde, ist im Altbau nun Raum für einen insgesamt vierten Operationssaal.

Letzter Anbau 1932 (Foto 1/3)

Die Gesamtbettenzahl der Düsseldorfer Krankenhäuser genügte bei weitem nicht mehr den Ansprüchen. Im Jahr 1927 waren die Betten im EVK durchschnittlich zu 95 Prozent und mehr belegt. So wurde im Juli 1930 ein weiterer Erweiterungsbau im Haupthaus des EVK beschlossen – 100 zusätzliche Betten sollten dann zur Verfügung stehen.

Am 5. Juni 1932 wurde der Erweiterungsbau eingeweiht. Das EVK – ursprünglich auf freiem Feld, mittlerweile längst komplett in der Innenstadt gelegen – verfügte nun über 500 Krankenbetten und 23 Betten für Neugeborene. 1937 konnte die Zahl auf 520 erhöht werden.
In dieser Zeit gab es im EVK folgende medizinische Fachabteilungen:

Chirurgische Abteilung (OP-Saal: 2. Foto); Innere Abteilung; Geburtshilfe/Gynäkologie; Hals-Nasen-Ohren-Abteilung; Kinderabteilung (3. Foto); Kinder-Infektionsabteilung; Dermatologische Abteilung; Urologische Abteilung.

Letzter Anbau 1932 (Foto 2/3)

Die Gesamtbettenzahl der Düsseldorfer Krankenhäuser genügte bei weitem nicht mehr den Ansprüchen. Im Jahr 1927 waren die Betten im EVK durchschnittlich zu 95 Prozent und mehr belegt. So wurde im Juli 1930 ein weiterer Erweiterungsbau im Haupthaus des EVK beschlossen – 100 zusätzliche Betten sollten dann zur Verfügung stehen.

Am 5. Juni 1932 wurde der Erweiterungsbau eingeweiht. Das EVK – ursprünglich auf freiem Feld, mittlerweile längst komplett in der Innenstadt gelegen – verfügte nun über 500 Krankenbetten und 23 Betten für Neugeborene. 1937 konnte die Zahl auf 520 erhöht werden.
In dieser Zeit gab es im EVK folgende medizinische Fachabteilungen:

Chirurgische Abteilung (OP-Saal: 2. Foto); Innere Abteilung; Geburtshilfe/Gynäkologie; Hals-Nasen-Ohren-Abteilung; Kinderabteilung (3. Foto); Kinder-Infektionsabteilung; Dermatologische Abteilung; Urologische Abteilung.

Letzter Anbau 1932 (Foto 3/3)

Die Gesamtbettenzahl der Düsseldorfer Krankenhäuser genügte bei weitem nicht mehr den Ansprüchen. Im Jahr 1927 waren die Betten im EVK durchschnittlich zu 95 Prozent und mehr belegt. So wurde im Juli 1930 ein weiterer Erweiterungsbau im Haupthaus des EVK beschlossen – 100 zusätzliche Betten sollten dann zur Verfügung stehen.

Am 5. Juni 1932 wurde der Erweiterungsbau eingeweiht. Das EVK – ursprünglich auf freiem Feld, mittlerweile längst komplett in der Innenstadt gelegen – verfügte nun über 500 Krankenbetten und 23 Betten für Neugeborene. 1937 konnte die Zahl auf 520 erhöht werden.
In dieser Zeit gab es im EVK folgende medizinische Fachabteilungen:

Chirurgische Abteilung (OP-Saal: 2. Foto); Innere Abteilung; Geburtshilfe/Gynäkologie; Hals-Nasen-Ohren-Abteilung; Kinderabteilung (3. Foto); Kinder-Infektionsabteilung; Dermatologische Abteilung; Urologische Abteilung.

Wechsel in der Pflege: Der Diakonieverein Berlin-Zehlendorf übernimmt im EVK Düsseldorf (Foto 1/2)

Bereits 1940 gab es erste Überlegungen der Kaiserswerther Diakonissen (1. Foto), die im EVK ab 1913 von „freien Schwestern“ unterstützt wurden, die Betreuung des Evangelischen Krankenhauses aus Schwesternmangel abzugeben. So wandte man sich an den Evangelischen Diakonieverein Berlin-Zehlendorf. Aufgrund der Kriegssituation und der daraus resultierenden Arbeitsbelastung sah sich dieser jedoch nicht in der Lage, das große Krankenhaus zu übernehmen.
Kurz vor Weihnachten 1947 telegrafierte der Kaiserswerther Direktor Pfarrer Graf von Lüttichau an den Direktor Pfarrer Mieth in Berlin Zehlendorf: „ Kaiserswerth bietet endgültig Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf an“. Damit war der Wechsel auf den Weg gebracht.

Am zweiten Ostertag, den 29. März 1948 wurden die Kaiserswerther aus dem EVK verabschiedet. Kaiserswerth wollte seine Diakonissen fortan verstärkt in der Gemeindearbeit einsetzen.
Am 15. April 1948 fand die Einführungsfeier für die 86 Zehlendorferinnen (2. Foto) statt.
Die Eröffnungsrede hielt Pfarrer Mieth: „Sie übernehmen die Pflege in einem fast hundertjährigen Haus. [...] Sie dürfen das erhebende Bewusstsein haben, in einem der besten evangelischen Krankenhäusern zu arbeiten. […] Es gilt, das Erbe einer hundertjährigen treuen Diakonissenarbeit […] zu pflegen und es in die neue Form der Zehlendorfer Diakonie zu wandeln.“

Wechsel in der Pflege: Der Diakonieverein Berlin-Zehlendorf übernimmt im EVK Düsseldorf (Foto 2/2)

Bereits 1940 gab es erste Überlegungen der Kaiserswerther Diakonissen (1. Foto), die im EVK ab 1913 von „freien Schwestern“ unterstützt wurden, die Betreuung des Evangelischen Krankenhauses aus Schwesternmangel abzugeben. So wandte man sich an den Evangelischen Diakonieverein Berlin-Zehlendorf. Aufgrund der Kriegssituation und der daraus resultierenden Arbeitsbelastung sah sich dieser jedoch nicht in der Lage, das große Krankenhaus zu übernehmen.
Kurz vor Weihnachten 1947 telegrafierte der Kaiserswerther Direktor Pfarrer Graf von Lüttichau an den Direktor Pfarrer Mieth in Berlin Zehlendorf: „ Kaiserswerth bietet endgültig Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf an“. Damit war der Wechsel auf den Weg gebracht.

Am zweiten Ostertag, den 29. März 1948 wurden die Kaiserswerther aus dem EVK verabschiedet. Kaiserswerth wollte seine Diakonissen fortan verstärkt in der Gemeindearbeit einsetzen.
Am 15. April 1948 fand die Einführungsfeier für die 86 Zehlendorferinnen (2. Foto) statt.
Die Eröffnungsrede hielt Pfarrer Mieth: „Sie übernehmen die Pflege in einem fast hundertjährigen Haus. [...] Sie dürfen das erhebende Bewusstsein haben, in einem der besten evangelischen Krankenhäusern zu arbeiten. […] Es gilt, das Erbe einer hundertjährigen treuen Diakonissenarbeit […] zu pflegen und es in die neue Form der Zehlendorfer Diakonie zu wandeln.“

100 Jahre EVK (Foto 1/1)

Die Diakonieschwestern leiteten gerade seit einem Jahr im EVK die Pflege, da feierte das Krankenhaus sein 100-jähriges Jubiläum (hier wurde der 1. Oktober gewählt, da das EVK am 1.10.1849 seinen Betrieb in der Berger Str. begonnen hatte). Am Vortag begann das Fest mit einer Kuratoriumssitzung (Foto 1: Mitglieder des Kuratoriums von 1949). Sie stand im Zeichen des dankbaren Gedenkens an die Hilfe, die das Haus und seinen Menschen, den Kranken, den Ärzten (Foto 2: Leitende Ärzte 1949), Schwestern und Helfern zuteilgeworden war.

Am Samstag, den 1. Oktober 1949, fand ein Festgottesdienst in der Krankenhauskapelle statt. Der Schwesternchor sang und der Präses der Ev. Kirche im Rheinland, D. Heinrich Held, hielt die Predigt. Für die Patienten spielte eine Musikkapelle der Feuerwehr. Jeder einzelne Patient wurde angesprochen durch einen Händedruck der Kuratoriumsmitglieder und durch die Überreichung der von Pastor Kogge (ebenfalls Kuratoriumsmitglieder) verfassten Festschrift.

Am Sonntag, 2. Oktober, feierte die Krankengemeinde einen festlichen Gottesdienst in der Kapelle.
Damit nicht genug: Am darauffolgenden Sonntag fand in der Neanderkirche (Düsseldorfs älteste evangelische Kirche, von 1684) eine Festfeier mit der Gemeinde statt. Dem Kuratorium war es dazu gelungen, als Redner eine der großen Figuren der deutschen evangelischen Kirchengeschichte in der Mitte des Jahrhunderts zu gewinnen – D. Dr. Hanns Lilje, u.a. Landesbischof der hannoverschen Kirche.

100 Jahre EVK (Foto 2/2)

Die Diakonieschwestern leiteten gerade seit einem Jahr im EVK die Pflege, da feierte das Krankenhaus sein 100-jähriges Jubiläum (hier wurde der 1. Oktober gewählt, da das EVK am 1.10.1849 seinen Betrieb in der Berger Str. begonnen hatte). Am Vortag begann das Fest mit einer Kuratoriumssitzung (Foto 1: Mitglieder des Kuratoriums von 1949). Sie stand im Zeichen des dankbaren Gedenkens an die Hilfe, die das Haus und seinen Menschen, den Kranken, den Ärzten (Foto 2: Leitende Ärzte 1949), Schwestern und Helfern zuteilgeworden war.

Am Samstag, den 1. Oktober 1949, fand ein Festgottesdienst in der Krankenhauskapelle statt. Der Schwesternchor sang und der Präses der Ev. Kirche im Rheinland, D. Heinrich Held, hielt die Predigt. Für die Patienten spielte eine Musikkapelle der Feuerwehr. Jeder einzelne Patient wurde angesprochen durch einen Händedruck der Kuratoriumsmitglieder und durch die Überreichung der von Pastor Kogge (ebenfalls Kuratoriumsmitglieder) verfassten Festschrift.

Am Sonntag, 2. Oktober, feierte die Krankengemeinde einen festlichen Gottesdienst in der Kapelle.
Damit nicht genug: Am darauffolgenden Sonntag fand in der Neanderkirche (Düsseldorfs älteste evangelische Kirche, von 1684) eine Festfeier mit der Gemeinde statt. Dem Kuratorium war es dazu gelungen, als Redner eine der großen Figuren der deutschen evangelischen Kirchengeschichte in der Mitte des Jahrhunderts zu gewinnen – D. Dr. Hanns Lilje, u.a. Landesbischof der hannoverschen Kirche.

Neubau an der Kirchfeldstraße (Foto 1/2)

Im September 1959 wurde zum ersten Mal von einer baulichen Sanierung des Althauses am Fürstenwall gesprochen – es war sogar von einem Neubau die Rede. Die Stadt hatte großes Interesse an einem zweiten EVK; hier kamen z.B. Gerresheim, Eller oder Unterrath in Frage.

Diese Überlegungen gingen soweit, dass mit dem Diakonieverein Berlin-Zehelndorf verhandelt wurde, ob dessen Krankenpflegerinnen neben dem sanierten Altbau ein zweites Haus mit 400-500 Betten übernehmen könnten.

Letztlich kamen im Januar 1961 u.a. Vertreter des Kuratoriums, des Arbeit- und Sozialministeriums sowie des Innenministeriums zusammen und legten fest: Ein großer Neubau am alten Standort auf dem eigenen Gelände (Fürstenwall/Kirchfeldstr.) wird errichtet.
Zu dieser Entscheidung führte maßgeblich die Erwägung, dass der Standort des Krankenhauses im Zentrum der Stadt zur Versorgung der Bevölkerung notwendig ist – so wie heute noch.

Im Juni 1966 erfolgte der erste Spatenstich.
Das Richtfest wird im September 1967 gefeiert (1. Foto).
Am 18. Juni 1969 konnte die feierliche Einweihung des ersten Bauabschnittes (etwa drei Viertel des Gesamtvorhabens) stattfinden. Die endgültige Fertigstellung des ganzen Baukörpers war drei Jahre später, 1972 (2. Foto).

Der Altbau wurde abgerissen. An seine Stelle trat 1979 unter der Regie des EVK ein Seniorenheim, das „Haus Fürstenwall“ (dazu mehr in einem gesonderten Auftritt hier).

Neubau an der Kirchfeldstraße (Foto 2/2)

Im September 1959 wurde zum ersten Mal von einer baulichen Sanierung des Althauses am Fürstenwall gesprochen – es war sogar von einem Neubau die Rede. Die Stadt hatte großes Interesse an einem zweiten EVK; hier kamen z.B. Gerresheim, Eller oder Unterrath in Frage.

Diese Überlegungen gingen soweit, dass mit dem Diakonieverein Berlin-Zehelndorf verhandelt wurde, ob dessen Krankenpflegerinnen neben dem sanierten Altbau ein zweites Haus mit 400-500 Betten übernehmen könnten.

Letztlich kamen im Januar 1961 u.a. Vertreter des Kuratoriums, des Arbeit- und Sozialministeriums sowie des Innenministeriums zusammen und legten fest: Ein großer Neubau am alten Standort auf dem eigenen Gelände (Fürstenwall/Kirchfeldstr.) wird errichtet.
Zu dieser Entscheidung führte maßgeblich die Erwägung, dass der Standort des Krankenhauses im Zentrum der Stadt zur Versorgung der Bevölkerung notwendig ist – so wie heute noch.

Im Juni 1966 erfolgte der erste Spatenstich.
Das Richtfest wird im September 1967 gefeiert (1. Foto).
Am 18. Juni 1969 konnte die feierliche Einweihung des ersten Bauabschnittes (etwa drei Viertel des Gesamtvorhabens) stattfinden. Die endgültige Fertigstellung des ganzen Baukörpers war drei Jahre später, 1972 (2. Foto).

Der Altbau wurde abgerissen. An seine Stelle trat 1979 unter der Regie des EVK ein Seniorenheim, das „Haus Fürstenwall“ (dazu mehr in einem gesonderten Auftritt hier).

„Grüne Damen“: Ehrenamt made in (EVK) Düsseldorf (Foto 1/2)

1969 nahmen im Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf die deutschlandweit ersten Grünen Damen und Herren ihr Ehrenamt auf – dank der Düsseldorfer Politikergattin Brigitte Schröder. Sie gründete im Juni 1969 im EVK Düsseldorf die Evangelische und Ökumenische Krankenhaus- und Altenheimhilfe (EKH). Heute gibt es in Deutschland über 7.600 Grüne Damen und Herren (ihr Erkennungszeichen ist der grüne Kittel) in rund 530 Krankenhäusern und Altenheimen.

Ihre Aufgaben waren und sind vielfältig. So bewirtschaften sie heute im EVK das Terrassencafé, ein Café mit einem Kiosk im Untergeschoss des Evangelischen Krankenhauses.
Für immobile Patienten bieten sie einen „rollenden Kiosk“ mit einem großen Sortiment an Zeitungen, Zeitschriften und Drogerieartikeln an. Ebenso lotsen und begleiten sie Patienten im Krankenhaus von Ort zu Ort oder unterstützen sie bei administrativen Fragen.

Die erste Grüne Dame im EVK war Erika Pfeiffer (1. Foto Mitte). Als Leiterin der EkH Düsseldorf leistete sie Pionierarbeit. Sie gründete ein Team, ergänzte die Grünen Damen um die Grünen Herren und baute das Ehrenamt kontinuierlich auf. Für diese Pionierarbeit erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.

Seit 2021 leitet Ralf Oestreicher die Grünen Damen und Herren im EVK und in den Seniorenheimen der Stiftung (2. Foto). Damit steht erstmals ein Mann an der Spitze dieses ehrenamtlichen Dienstes.

Fotcredit 1. Foto: privat

„Grüne Damen“: Ehrenamt made in (EVK) Düsseldorf (Foto 2/2)

1969 nahmen im Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf die deutschlandweit ersten Grünen Damen und Herren ihr Ehrenamt auf – dank der Düsseldorfer Politikergattin Brigitte Schröder. Sie gründete im Juni 1969 im EVK Düsseldorf die Evangelische und Ökumenische Krankenhaus- und Altenheimhilfe (EKH). Heute gibt es in Deutschland über 7.600 Grüne Damen und Herren (ihr Erkennungszeichen ist der grüne Kittel) in rund 530 Krankenhäusern und Altenheimen.

Ihre Aufgaben waren und sind vielfältig. So bewirtschaften sie heute im EVK das Terrassencafé, ein Café mit einem Kiosk im Untergeschoss des Evangelischen Krankenhauses.  Für immobile Patienten bieten sie einen „rollenden Kiosk“ mit einem großen Sortiment an Zeitungen, Zeitschriften und Drogerieartikeln an. Ebenso lotsen und begleiten sie Patienten im Krankenhaus von Ort zu Ort oder unterstützen sie bei administrativen Fragen.

Die erste Grüne Dame im EVK war Erika Pfeiffer (1. Foto Mitte). Als Leiterin der EkH Düsseldorf leistete sie Pionierarbeit. Sie gründete ein Team, ergänzte die Grünen Damen um die Grünen Herren und baute das Ehrenamt kontinuierlich auf. Für diese Pionierarbeit erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.

Seit 2021 leitet Ralf Oestreicher die Grünen Damen und Herren im EVK und in den Seniorenheimen der Stiftung (2. Foto). Damit steht erstmals ein Mann an der Spitze dieses ehrenamtlichen Dienstes.

Pflegeschule

Seit 1911 gibt es am bzw. im EVK Düsseldorf eine Pflegeschule. 1963 wurde ihr eine Kinderkrankenpflegeschule hinzugefügt. 1964 wurde eine Krankenpflegehelferinnenschule gegründet, die bis 1986 bestand.

Bis zum Jahre 2006 war die Schule für Pflegeberufe im EVK bzw. in anliegenden Einrichtungen der Stiftung untergebracht. Dann zog sie an den Ort, wo die EVK-Pflege sozusagen ihren Ursprung hat: nach Kaiserswerth (von 1851-1948 waren Krankenpflegerinnen der Kaiserswerther Diakonissenanstalt für die Pflege im EVK verantwortlich). In der ehemaligen Lungenklinik des Florence-Nightingale-Krankenhauses, im „Haus Elisabeth“, wurden fortan junge Frauen und Männer in einem Schulverbund ausgebildet.

2020 zog die EVK-Pflegeschule ein weiteres Mal um – bis heute befindet sie sich in der Emanuel-Leuze-Straße 8 am Seestern in Lörick.
Das EVK kümmert sich also seit mehr als 100 Jahren um den eigenen Pflegenachwuchs und bietet heute jährlich neue 50 Ausbildungsplätze an. Ausbildungsbeginn ist immer zum 01. April und zum 01. September.

Institut für Physiotherapie (Foto 1/3)

Bereits 1909 gab es im EVK einen Raum mit orthopädischen Turngeräten sowie ein Lichtbadezimmer (1. Foto: Teil der Bäderabteilung in den 1930er Jahren). Beide waren Teil der Allgemeinen physikalischen Therapie.

Als Frank-Peter Bossert MAS (2. Foto) 1986 die Leitung der Physiotherapie übernimmt (bis Mai 2024 hatte er diese Position inne) und seine Stelle im Innenstadtkrankenhaus antritt, fand er hier eine „Bäderabteilung“ und eine „Krankengymnastikabteilung“ vor. Dort arbeiteten Masseure, medizinische Bademeister und Krankengymnasten.

Anfang der 1990er Jahre wurden die bisherige „Bäderabteilung“ und die „Krankengymnastikabteilung“ unter dem neuen Namen „Institut für Physiotherapie“ subsummiert.
Auch heute noch verfügt das Institut über Bäder und Wannen (3. Foto: Schmetterlingsbadewanne Ende der 1980er Jahre), die im Rahmen der Physiotherapie zum Einsatz kommen.

Institut für Physiotherapie (Foto 2/3)

Bereits 1909 gab es im EVK einen Raum mit orthopädischen Turngeräten sowie ein Lichtbadezimmer (1. Foto: Teil der Bäderabteilung in den 1930er Jahren). Beide waren Teil der Allgemeinen physikalischen Therapie.

Als Frank-Peter Bossert MAS (2. Foto) 1986 die Leitung der Physiotherapie übernimmt (bis Mai 2024 hatte er diese Position inne) und seine Stelle im Innenstadtkrankenhaus antritt, fand er hier eine „Bäderabteilung“ und eine „Krankengymnastikabteilung“ vor.  Dort arbeiteten Masseure, medizinische Bademeister und Krankengymnasten.

Anfang der 1990er Jahre wurden die bisherige „Bäderabteilung“ und die „Krankengymnastikabteilung“ unter dem neuen Namen „Institut für Physiotherapie“ subsummiert.
Auch heute noch verfügt das Institut über Bäder und Wannen (3. Foto: Schmetterlingsbadewanne Ende der 1980er Jahre), die im Rahmen der Physiotherapie zum Einsatz kommen.

Institut für Physiotherapie (Foto 3/3)

Bereits 1909 gab es im EVK einen Raum mit orthopädischen Turngeräten sowie ein Lichtbadezimmer (1. Foto: Teil der Bäderabteilung in den 1930er Jahren). Beide waren Teil der Allgemeinen physikalischen Therapie.

Als Frank-Peter Bossert MAS (2. Foto) 1986 die Leitung der Physiotherapie übernimmt (bis Mai 2024 hatte er diese Position inne) und seine Stelle im Innenstadtkrankenhaus antritt, fand er hier eine „Bäderabteilung“ und eine „Krankengymnastikabteilung“ vor. Dort arbeiteten Masseure, medizinische Bademeister und Krankengymnasten.

Anfang der 1990er Jahre wurden die bisherige „Bäderabteilung“ und die „Krankengymnastikabteilung“ unter dem neuen Namen „Institut für Physiotherapie“ subsummiert.
Auch heute noch verfügt das Institut über Bäder und Wannen (3. Foto: Schmetterlingsbadewanne Ende der 1980er Jahre), die im Rahmen der Physiotherapie zum Einsatz kommen.

Schule für Physiotherapie

Im November 1987 hat Frank-Peter Bossert MAS (Foto) die Schule für Physiotherapie am EVK gegründet. Mit zunächst 24 Auszubildenden starteten er und sein Lehrerteam den Theorieunterricht in provisorisch hergerichteten Räumlichkeiten in einem alten Patrizierhaus in der Kirchfeldstraße 35 – direkt gegenüber dem Krankenhaus.

Der Praxisunterricht erfolgte noch in den Räumlichkeiten der Krankengymnastik im EVK. 1994 bezog die Schule einen Neubau in die Kirchfeldstraße 35 (dort sind auch heute noch u.a. die Gemeinschaftsapotheke und das Hospiz) mit eigens für die Schule konzipierten Unterrichtsräumen um.

Die Schule erfreut sich bis heute zahlreicher Bewerbungen – und das obwohl bis zum Januar 2010 Schüler Schulgeld bezahlen mussten. Seit rund vier Jahren wird die Ausbildung sogar vergütet.

Ambulantes und Stationäres Hospiz (Foto 1/2)

Bereits Anfang der 1990er Jahre setzten sich Roswitha Crux, Mitglied des Kuratoriums, der damalige Verwaltungsdirektor Dr. Wolfgang Holz, Elke Mohrenstecher, damalige Oberin (Pflegedirektorin) sowie der der damalige Chefarzt der Chirurgie Prof. Dr. Hans Helmut Gruenagel für die Entstehung eines eigenen Hospizes am EVK ein. 1994 begann die Stiftung Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf dann mit dem Aufbau palliativer Angebote. Zunächst nahm im Februar 1994 das ambulante Hospiz seinen Betrieb auf. Mit einem Dienstfahrrad und mit Autos fuhren die Pflegenden zu den Patienten nach Hause, um sie dort zu versorgen (1. Foto).

Insbesondere durch eine großzügige Spende der Familie Werner und Irmela Roell-Jagenberg (2. Foto links; hier gemeinsam mit Marlies Smeets, damalige Oberbürgermeisterin Düsseldorfs und Schirmherrin des EVK-Hospizes) entstand direkt gegenüber des EVK ein Gebäude für das stationäre Hospiz (dort sind u.a. auch die Schule für Physiotherapie sowie die Gemeinschaftsapotheke untergebracht). Ein halbes Jahr nach dem Start des ambulanten Hospizes öffnete das erste stationäre Hospiz in Düsseldorf mit insgesamt 13 Betten. Am 14. November 1994 wurde die erste Patientin stationär im Irmela-Roell-Haus in der Kirchfeldstr. 35 aufgenommen.
Pfarrer Ulrich Lilie, zuletzt Präsident der Diakonie Deutschland, hatte in der Gründungsphase das Hospiz mitgeleitet.

Ambulantes und Stationäres Hospiz (Foto 2/2)

Bereits Anfang der 1990er Jahre setzten sich Roswitha Crux, Mitglied des Kuratoriums, der damalige Verwaltungsdirektor Dr. Wolfgang Holz, Elke Mohrenstecher, damalige Oberin (Pflegedirektorin) sowie der der damalige Chefarzt der Chirurgie Prof. Dr. Hans Helmut Gruenagel für die Entstehung eines eigenen Hospizes am EVK ein. 1994 begann die Stiftung Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf dann mit dem Aufbau palliativer Angebote. Zunächst nahm im Februar 1994 das ambulante Hospiz seinen Betrieb auf. Mit einem Dienstfahrrad und mit Autos fuhren die Pflegenden zu den Patienten nach Hause, um sie dort zu versorgen (1. Foto).

Insbesondere durch eine großzügige Spende der Familie Werner und Irmela Roell-Jagenberg (2. Foto links; hier gemeinsam mit Marlies Smeets, damalige Oberbürgermeisterin Düsseldorfs und Schirmherrin des EVK-Hospizes) entstand direkt gegenüber des EVK ein Gebäude für das stationäre Hospiz (dort sind u.a. auch die Schule für Physiotherapie sowie die Gemeinschaftsapotheke untergebracht).
Ein halbes Jahr nach dem Start des ambulanten Hospizes öffnete das erste stationäre Hospiz in Düsseldorf mit insgesamt 13 Betten. Am 14. November 1994 wurde die erste Patientin stationär im Irmela-Roell-Haus in der Kirchfeldstr. 35 aufgenommen.
Pfarrer Ulrich Lilie, zuletzt Präsident der Diakonie Deutschland, hatte in der Gründungsphase das Hospiz mitgeleitet.

Seniorenheime (Foto 1/3)

An die Stelle des „alten EVK“ tritt 1979 unter der Regie des Innenstadtkrankenhauses ein Seniorenheim mit 96 Plätzen. Sein Name: „Haus Fürstenwall“ (1. Foto). Dieser soll den Standort des ersten großen Krankenhauses in Düsseldorf von 1866 in Erinnerung bringen.

1996 schließen sich die Stiftung Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf und der „Evangelische Verein für Innere Mission Düsseldorf“ zusammen. Dadurch gewinnt die Stiftung EVK 1998 ein zweites Seniorenheim, das nebenan liegende „Kronenhaus“ in der Kronenstraße. 2004 erfolgte das Richtfest für den neuen Standort des Kronenhauses am Südring (2. Foto; links: Joachim Erwin, damaliger Oberbürgermeister Düsseldorfs; rechts:  Wieland Schneider, damaliges Kuratoriumsmitglied der Stiftung EVK Düsseldorf).

3. Foto: Das Kronenhaus am Südring

Seniorenheime (Foto 2/3)

An die Stelle des „alten EVK“ tritt 1979 unter der Regie des Innenstadtkrankenhauses ein Seniorenheim mit 96 Plätzen. Sein Name: „Haus Fürstenwall“ (1. Foto). Dieser soll den Standort des ersten großen Krankenhauses in Düsseldorf von 1866 in Erinnerung bringen.

1996 schließen sich die Stiftung Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf und der „Evangelische Verein für Innere Mission Düsseldorf“ zusammen. Dadurch gewinnt die Stiftung EVK 1998 ein zweites Seniorenheim, das nebenan liegende „Kronenhaus“ in der Kronenstraße. 2004 erfolgte das Richtfest für den neuen Standort des Kronenhauses am Südring (2. Foto; links: Joachim Erwin, damaliger Oberbürgermeister Düsseldorfs; rechts:  Wieland Schneider, damaliges Kuratoriumsmitglied der Stiftung EVK Düsseldorf).

3. Foto: Das Kronenhaus am Südring

Seniorenheime (Foto 3/3)

An die Stelle des „alten EVK“ tritt 1979 unter der Regie des Innenstadtkrankenhauses ein Seniorenheim mit 96 Plätzen. Sein Name: „Haus Fürstenwall“ (1. Foto). Dieser soll den Standort des ersten großen Krankenhauses in Düsseldorf von 1866 in Erinnerung bringen.

1996 schließen sich die Stiftung Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf und der „Evangelische Verein für Innere Mission Düsseldorf“ zusammen. Dadurch gewinnt die Stiftung EVK 1998 ein zweites Seniorenheim, das nebenan liegende „Kronenhaus“ in der Kronenstraße. 2004 erfolgte das Richtfest für den neuen Standort des Kronenhauses am Südring (2. Foto; links: Joachim Erwin, damaliger Oberbürgermeister Düsseldorfs; rechts:  Wieland Schneider, damaliges Kuratoriumsmitglied der Stiftung EVK Düsseldorf).

3. Foto: Das Kronenhaus am Südring

Kinderschutzambulanz

1988, mit dem Start der Kinderschutzambulanz (KSA) am EVK, hatte Düsseldorf als eine der ersten deutschen Städte eine ambulante Anlaufstelle für Kinder, die Gewalt erlebt haben.

So leisteten die Gründerväter Dr. Eugen E. Jungjohann (Foto ganz rechts), Kinder- und Jugendpsychiater, PD Dr. Klaus Witzel, damaliger Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am EVK, sowie der damalige EVK-Verwaltungschef Dr. Wolfgang Holz Pionierarbeit und wagten die Gründung unter dem Dach der Stiftung Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf.

1988 startete ein Team von vier Therapeuten und einer Sekretärin in den früheren Räumlichkeiten auf dem Fürstenwall.
1995 zog die KSA in die Kronenstraße 38 um.

Neu-/Anbau Florastraße (Foto 1/2)

Nach vier Jahren und knapp fünf Monaten Bauzeit wurde im September 2016 das bis dato letzte größere Bauprojekt zu Ende gebracht: der Neubau Florastraße.

Insbesondere einer der größten Schwerpunkte der Stiftung EVK, die Onkologie-Palliativmedizin, wird seitdem mit dem Neubau gestärkt. Die Medizinische Klinik, die ein bedeutender Teil der Onkologie ist, zog dort ein, ebenso das Onkologische Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) und die Strahlentherapie.

Die ganzheitliche Versorgung der Patienten mit Vorsorge, Erkennung, Operation, Nachsorge, Onkologie und Palliativmedizin ist seitdem unter einem Dach möglich.

© Fotograf Andreas Buck

Neu-/Anbau Florastraße (Foto 2/2)

Nach vier Jahren und knapp fünf Monaten Bauzeit wurde im September 2016 das bis dato letzte größere Bauprojekt zu Ende gebracht: der Neubau Florastraße.

Insbesondere einer der größten Schwerpunkte der Stiftung EVK, die Onkologie-Palliativmedizin, wird seitdem mit dem Neubau gestärkt. Die Medizinische Klinik, die ein bedeutender Teil der Onkologie ist, zog dort ein, ebenso das Onkologische Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) und die Strahlentherapie.

Die ganzheitliche Versorgung der Patienten mit Vorsorge, Erkennung, Operation, Nachsorge, Onkologie und Palliativmedizin ist seitdem unter einem Dach möglich.

© Fotograf Andreas Buck

Neue Intensivstation

Nach 16 Monaten Bauzeit im laufenden Betrieb sind im sechsten Stock des Innenstadtkrankenhauses zwei neue Stationen entstanden: eine komplett neue Intensivstation und erstmals neu im EVK eine Intermediate Care Station: eine Zwischenstation zwischen Normal- und Intensivstation.

Die neuen Stationen mit modernster Technik haben am 03. März 2020 ihren Betrieb aufgenommen – quasi mit dem Beginn der Corona-Pandemie.

Neue Neonatologische Intensivstation (Perinatalzentrum Level 1)

Am 10. April 2020 war es soweit: Die erste Familie wurde auf der neuen Neonatologischen Intensivstation betreut. Elf Monate fanden im 8.OG des EVK umfangreiche Bau- und Sanierungsarbeiten statt. Nach wie vor handelt es sich um ein Zentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1) bei Neugeborenenkrankheiten. Der Schwerpunkt des Perinatalzentrums mit einem spezialisierten Team aus Ärzten und Fach-Pflegekräften liegt auf der intensivmedizinischen Betreuung von Früh- und Neugeborenen – auch bei einem Geburtsgewicht unter 500 g. Die Intensivstation – insgesamt können hier bis zu elf kleine Patienten intensivmedizinisch versorgt werden – ist Mittelpunkt des Perinatalzentrums. Dabei besteht zwischen der Kinderklinik und unserer Abteilung für Geburtshilfe eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Das Konzept des EVK-Perinatalzentrums: die familienorientierte Behandlung und Betreuung. Ziel ist es, die gesamte Familie möglichst früh in die Pflege und Betreuung des Frühgeborenen einzubinden, und somit der Familie Autonomie zurück zu geben – und das von Anfang an. So wird das Baby möglichst von der ersten Sekunde an auf die Brust der Mutter gelegt, während im Kreißsaal oder im OP gleichzeitig die wichtigen Maßnahmen zur Sicherung der lebensnotwendigen Funktionen durchgeführt werden.

 

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Neue Neonatologische Intensivstation (Perinatalzentrum Level 1)

Am 10. April 2020 war es soweit: Die erste Familie wurde auf der neuen Neonatologischen Intensivstation betreut. Elf Monate fanden im 8.OG des EVK umfangreiche Bau- und Sanierungsarbeiten statt. Nach wie vor handelt es sich um ein Zentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1) bei Neugeborenenkrankheiten. Der Schwerpunkt des Perinatalzentrums mit einem spezialisierten Team aus Ärzten und Fach-Pflegekräften liegt auf der intensivmedizinischen Betreuung von Früh- und Neugeborenen – auch bei einem Geburtsgewicht unter 500 g. Die Intensivstation – insgesamt können hier bis zu elf kleine Patienten intensivmedizinisch versorgt werden – ist Mittelpunkt des Perinatalzentrums. Dabei besteht zwischen der Kinderklinik und unserer Abteilung für Geburtshilfe eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Das Konzept des EVK-Perinatalzentrums: die familienorientierte Behandlung und Betreuung. Ziel ist es, die gesamte Familie möglichst früh in die Pflege und Betreuung des Frühgeborenen einzubinden, und somit der Familie Autonomie zurück zu geben – und das von Anfang an. So wird das Baby möglichst von der ersten Sekunde an auf die Brust der Mutter gelegt, während im Kreißsaal oder im OP gleichzeitig die wichtigen Maßnahmen zur Sicherung der lebensnotwendigen Funktionen durchgeführt werden.

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Quelle:

Ackermann, Helmut: „Ich bin krank gewesen…Das Evangelische Krankenhaus Düsseldorf 1849-1999“, 1. Auflage 1999, Grupello Verlag, Düsseldorf

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Vorträge im EVK Düsseldorf 2024

Wir freuen uns, Ihnen wieder eine Vortragsreihe zu ausgewählten Krankheitsbildern und Angeboten der Stiftung EVK Düsseldorf anbieten zu können.
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